Milan plant europa-coup: 100-millionen-plan nach allegri-furlani-lunch
Zwei Tage nach dem
Derby-Sieg klappten sich Max Allegri und Milan-CEO Giorgio Furlani in Milanello die Servietten um. Hinter den geschlossenen Türen des Spielerrestaurants ging es nicht um Pasta al dente, sondern um harte Zahlen: 60 Millionen Euro allein für die Champions-League-Quali, plus 40 Millionen aus verkauften Reservisten und Rückkaufsklauseln. Die Botschaft: Milan will nicht nur wieder oben mitspielen, sondern sich mit 100 Millionen Auftrieb einen neuen Kader basteln, der international mitredet.Kean steht ganz oben auf der liste
Allegri will vor allem Tore. Moise Kean lieferte in der Saison 2022/23 noch 19 Stück, aktuell steht er bei mageren acht. Die 62-Millionen-Klausel, die Juventus im Juli zwei Wochen lang aktivieren könnte, gilt intern längst als Maklerpreis. Milan will im Juni zugreifen – bevor Kean eventuell mit Italien zur WM fliegt und der Preis wieder steigt. Für Allegri wäre es ein Wiedersehen: drei Jahre arbeiteten sie in Turin zusammen. Mit Raf Leao verbindet Kean die Liebe zu Rap-Beats, auf dem Platz könnten sie erstmals ein Duo bilden. Die Alternative: Serhou Guirassy aus Dortmund oder der ewige Beliebte Dusan Vlahovic, falls sich die Juve nicht einigt.
Die Defensive bekommt trotz Bestmarke von nur 20 Gegentoren Nachschub. Kim Min-jae vom FC Bayern ist heiß: 29 Jahre, Vertrag bis 2028, Marktwert 30 Millionen. Der Südkoreaner kennt die Serie A aus Napoli, wo er in einer Saison 45 Spiele machte – in München kam er in drei Jahren nur auf 105. Milan sieht das als Chance. Plan B: Lazio-Verteidiger Mario Gila, 23, spanisch geschult, italienisch versiert.

Goretzka als gratis-transfer – und der modric-vergleich
Im Mittelfeld schielt der Klub nach München. Leon Goretzka, 31, steht beim FC Bayern vor dem Aus, Vertrag abgelaufen, Ablöse null. 298 Einsätze, 45 Tore, sechs Meisterschaften, ein Champions-League-Titel – Zahlen, die Milan-Chef Furlani mit Luka Modrics Entwicklung in Madrid vergleicht. Goretzka würde das Gehaltsgefüge sprengen, aber Milan rechnet: ein Jahr Lohn, vier Jahre Wirkung. Parallel wartet der Klub auf Modrics Antwort – ein weiteres Jahr San Siro oder endgültig Ruhestand.
Der Plan ist klar: Milan will nicht nur zurück in die Champions League, sondern dort auch bestehen. Das Mittel: ein Transfer-Sommer, der sich bereits im März anbahnt. Wer am Tisch saß, weiß: Geld ist da, Pläne sind da, nur noch die Unterschriften fehlen. Die nächste Saison beginnt im Juli – und Milan will schon in der ersten Juli-Woche zuschlagen.
