Magdeburg stolpert spät in elversberg und rutscht tiefer in den strudel
Die Uhr stand auf 86:04, da flog der Ball zum 0:1 ins Netz – und mit ihm die Moral des 1. FC Magdeburg. Was wie ein Punktgewinn aussah, endete als nächste Katastrophe im Abstiegskampf. Elversbergs Poreba zog aus 17 Metern ab, traf genau unten rechts und ließ Keeper Reimann keine Chance. Die Elf von Petrik Sander verlor damit zum dritten Mal in Folge, bleibt Vorletzter und muss nächste Woche gegen Darmstadt liefern – sonst wird die Luft dünner als ohnehin schon.

Elversberg klettert vorübergehend auf platz zwei
Die Hausherren hingegen feiern einen Befreiungsschlag. Mit 42 Punkten springt die SV Elversberg zumindest für eine Nacht auf Rang zwei und darf weiter vom Aufstieg träumen. Trainer Horst Steffen atmete sichtbar durch: „Wir haben den Glauben nie verloren, auch wenn es lange eng war.“ Sein Team dominierte die letzten zehn Minuten, als Magdeburg die Ordnung verlor und die Mittelfeldkette zu tief stand.
Die Statistik ist für Magdeburg ein Albtraum: erst zwei Auswärtssiege in dieser Saison, nur 18 Tore in 17 Partien und die schwächste Chancenverwertung der Liga. Zukowski vergab in der 22. Minute freistehend, Stalmachs Kopfball parierte SV-Keeper Kristof mit Reflexen (35.). Es sind genau diese Feinheiten, die zwischen Klassenerhalt und zweiter Liga entscheiden. Die Elbestädter haben 24 Stunden Zeit, die Köpfe hochzukriegen – dann rollt der Ball gegen Darmstadt erneut.
