Heidelberg zerbricht an berlin: 33-punkte-klatsche lässt abstiegsangst wachsen
Die Academics Heidelberg haben unter neuem Coach Carlo Finetti ihre nächste Lehrstunde erhalten. Gegen Alba Berlin kassierten die Kurpfälzer eine 54:87-Schlappe – und das, obwohl sie 15 Minuten lang mithielten. Dann rissen die Fäden, die Körbe blieben aus, die Nerven liegen blank.
28:43 lautete der Halbzeitstand, doch die Zahl trügt. Sie versteckt nicht, wie schnell Heidelberg nach dem 26:26 in der 16. Minute in ein 0:17-Loch fiel. „Wir haben ein paar einfache Punkte vergeben“, sagte Finetti im Interview mit DYN – ein Euphemismus für 20 Ballverluste und 30 Prozent Wurfquote.

Die berliner maschine läuft auf hochtouren
Während Heidelberg in jedem Viertel schwächer wurde, drehte Alba auf. Moses Wood versenkte fünf Dreier, Malte Delow sprintete ungestraft in den Fastbreak. 25 Punkte standen am Ende für Wood auf dem Papier – mehr als die komplette Heidelberg-Starting-Five in der zweiten Hälfte.
Die Academics stecken bei 5:17 Siegen fest, nur Göttingen ist noch schlechter. Die Relegationsplätze rücken näher, der Glauben schwindet. Am Freitag kommt Bonn – ein Gegner, der ebenfalls unter Druck steht, aber über mehr individuelle Klasse verfügt.
Finetti hatte vor dem Spiel von „Frische“ gesprochen, von einem „neuen Kapitel“. Stattdessen blätterte sein Team die alte Geschichte weiter: viel Einsatz, wenig Effizienz, am Ende eine Niederlage, die sich schon nach 20 Minuten angekündigt hatte. Die Fans im SNP Dome applaudierten trotzdem – vielleicht aus Respekt, vielleicht aus Gewohnheit.
Die Saison neigt sich dem Ende entgegen, und Heidelberg muss nun jeden Gegner bezwingen, will man die Klasse halten. Die Realität: Kein Team in der Liga verliert so oft wie die Academics. Und keiner der verbliebenen Gegner wird so gnädig sein wie Berlin in den ersten 15 Minuten.
