Sg flensburg-handewitt schreibt handball-geschichte: europarekord im viertelfinale!

Ein Handball-Abend für die Ewigkeit: Die SG Flensburg-Handewitt hat nicht nur das Final4 der European League erreicht, sondern dabei auch noch einen sagenhaften Europarekord pulverisiert. Nach einem nervenzerfissenen Hinspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf präsentierte sich das Team von Trainer Aleš Pajović im Rückspiel in beeindruckender Galaform und feierte einen historischen Sieg.

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Insgesamt 82 Tore fielen über die beiden Viertelfinalspiele verteilt – eine schier unglaubliche Zahl, die die Offensivpower beider Mannschaften unterstreicht. Doch es war der Sieg im Rückspiel mit 43:35, der die Geschichtsbücher neu schrieb. Die EHF selbst jubelte auf ihrer Homepage: „Keine andere Mannschaft hat jemals mehr Tore in einem einzelnen Viertelfinalspiel oder insgesamt in einem Viertelfinale der EHF European League Men erzielt.“

Dabei deutete zunächst wenig auf diese Torflut hin. Nach 21 Minuten führte Hannover-Burgdorf überraschend mit 16:13. Doch dann schalteten die Flensburger einen Gang höher und präsentierten eine beeindruckende Teamleistung. Ein 5:1-Lauf vor der Pause gab den entscheidenden Impuls, und in der zweiten Hälfte kontrollierte das Team von der Ostsee das Geschehen souverän.

Trainer Pajović zeigte sich begeistert: „43 Tore hätte ich nicht erwartet! Wir haben hervorragend gespielt und unser Rückraum war einfach überragend. Es war schön zu sehen, mit welcher Freude die Jungs auf dem Feld gestanden haben.“ Kapitän Johannes Golla, der im Sommer zur MT Melsungen wechseln wird, betonte die Bedeutung des Final4-Einzugs: „Ein erstes Ziel, mit dem wir in die Saison gestartet sind, haben wir damit erreicht. Es bedeutet Verein und Fans sehr viel, dass wir wieder in Hamburg dabei sind.“

Das Final4 findet am 30. und 31. Mai in der Hamburger Barclays Arena statt. Neben Flensburg-Handewitt sind auch THW Kiel, MT Melsungen und Montpellier Handball vertreten. Die Auslosung der Halbfinalpaarungen erfolgt am Freitag.

Die Flensburger haben bewiesen, dass sie zu den europäischen Handball-Spitzenmannschaften gehören. Mit ihrer beeindruckenden Torquote und ihrem unbändigen Siegeswillen haben sie nicht nur einen Europarekord gebrochen, sondern auch die Fans in Ekstase versetzt. Der Titelgewinn in Hamburg ist nun das klare Ziel – und mit dieser Form ist alles möglich.