Asobal: liga plantará streaming-plattform – chance für mehr freiheit!

Die spanische Asobal-Liga reagiert mit Nachdruck auf die Turbulenzen im Sport-Streaming-Markt. Nach dem Aus von LaLiga+ nimmt die Liga die Zügel selbst in die Hand und plant den Aufbau einer eigenen Online-Plattform. Das Ziel: Mehr Kontrolle über die Ausstrahlung, flexiblere Sendezeiten und direkte Einnahmen.

Neues modell kombiniert free- und pay-content

Neues modell kombiniert free- und pay-content

Die Strategie der Asobal ist durchdacht: Ein hybrides Modell soll Fans begeistern und gleichzeitig die Kassen klingeln lassen. Kostenlose Inhalte sollen die Basis bilden, während exklusive Übertragungen und Zusatzmaterialien gegen Bezahlung angeboten werden. Das bedeutet nicht nur eine neue Einnahmequelle, sondern auch die Möglichkeit, die Rechte direkt an nationale und internationale Partner zu verkaufen – ohne Umwege.

Aktuell wird die Liga auf verschiedenen Sendern gezeigt, darunter Teledeporte (RTVE), TV3 (Katalonien), CMM (Castilla-La Mancha), La 8 (Castilla y León) und Aragón TV. Doch die neue Plattform verspricht mehr Unabhängigkeit. Die Liga hat bereits eine Anfrage an Technologieanbieter (RFP) gestartet, um die technische Umsetzung zu realisieren. Die Vergabe soll in den nächsten Wochen erfolgen.

Fernando Corral, Generaldirektor der Liga, sieht in diesem Schritt einen wichtigen Meilenstein: „Dieser Prozess ist Teil einer langfristigen Strategie, um die wirtschaftliche Stabilität der Liga zu stärken und uns an die veränderten Sehgewohnheiten anzupassen.“ Die Liga arbeitet dabei mit Zenon Sports Consulting zusammen, beraten von Julio Fariñas, einem erfahrenen Experten aus der Sportbranche. Er soll die Verhandlungen und die Vermarktung unterstützen.

Die Suche nach neuen Wegen ist längst überfällig. Die Asobal will nicht nur ihre Sichtbarkeit bewahren, sondern deutlich ausbauen. Besonders wichtig ist dabei die Freiheit bei der Gestaltung der Sendepläne – ein Faktor, der bisher oft von den Fernsehsendern bestimmt wurde. Die neue Plattform verspricht hier frischen Wind und mehr Flexibilität für Liga und Fans. Die Uhr tickt, und die Asobal will ihre Zukunft selbst gestalten – mit einem Klick.