Liverpool kassiert last-minute-k.o. – wirtz fehlt, champions-league-traum wackelt
Ein Aufschrei im Molineux Stadium, dann Stille bei den Reds. Liverpool unterliegt dem Tabellenletzten Wolverhampton Wanderers mit 1:2 – und das durch ein Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit. Der Siegtreffer von André trifft die Mannschaft von Arne Slot wie ein Faustschlag ins Mark. Denn mit der Niederlage rutscht der Klub auf Platz fünf ab – Champions-League-Ränge in weiter Ferne.
Salah rettet – andré zerstört
Bis zur 78. Minute sieht alles nach einem müden 0:0 aus. Dann schlägt Rodrigo Gomes zu. Die Anfield-Cracks wanken, doch Mohamed Salah antwortet fünf Minuten später mit seinem 14. Saisontreffer. Die Ausgleichsbalance hält nur bis zur 90.+4. Minute. André trifft aus kurzer Distanz – und die Liverpool-Bank verharrt in Starre.
Lo que nadie cuenta es: die xG-Werte lagen bei 1,9 für Liverpool, bei nur 0,8 für den Außenseiter. Trotz 68 Prozent Ballbesitz fehlte die letzte Durchschlagskraft – und das nicht erst seit diesem Spiel.

Wirtz-loch wird zur bremse
Seit drei Pflichtspielen fehlt Florian Wirtz. Die offizielle Begründung: Rückenprobleme. Doch im Trainingslager in Marbella arbeitete der Deutsche bereits individuell auf dem Platz. Slot betonte nach Abpfiff lapidar: „Wir hoffen auf nächste Woche.“ Klingt nach Eile, denn ohne den vielseitigen Offensivspieler wirkt das Mittelfeld ideenarm. Kein anderer Akteur schafft im Schnitt 2,3 Key-Passes pro 90 Minuten – nur Wirtz.
Die Ausfälle summieren sich. Alexis Mac Allister laboriert an einer Knöchelblessur, Diogo Jota fällt bis Mai aus. Das Kader-Loch wird zur Gefahr für die Top-4-Mission.
Fa-cup-revanche schon am freitag
Bereits am Freitag (20.30 Uhr) duellieren sich beide Teams im FA Cup erneut in Wolverhampton. Slot droht ein Déjà-vu – oder die Chance auf Befreiung. Für Wirtz könnte das Viertelfinale der erste Einsatz nach seiner Zwangspause sein. Laut medizinischem Stab ist ein Kurz-Einsatz „realistisch“, eine Halbzeit „denkbar“. Die Entscheidung fällt 24 Stunden vor dem Anpfiff.
Die Tabelle lügt nicht: Seit der Niederlage haben die Reds nur noch vier Punkte Vorsprung auf Platz fünf. Die Champions-League-Qualifikation liegt nicht mehr in eigener Hand. Ein Sieg am Freitag wäre also mehr als ein Pokalschmankerl – er wäre Notwendigkeit.
Liverpool hat 54 Stunden, um die Wunden zu schließen. Ansonsten droht der Ruf aus der Ferne: Europa League statt Königsklasse. Slot kennt die Rechnung. Und die Uhr tickt.
