Leipzigs abstiegsangst wird realität – dynamo knallt chemie weg
Die BSG Chemie Leipzig hat im Kampf gegen den Abstieg einen herben Rückschlag kassiert. Beim BFC Dynamo unterlagen die Sachsen mit 0:2 (0:1) und rutschen damit noch tiefer in die Krisenzone der Regionalliga Nordost.
Kellerduell verloren – jetzt droht der vorletzte platz
Die Leutzscher erwachten in Hohenschönhausen zu spät. Nach einer passiven ersten Hälfte, in der sie sich vor allem mit Abwehrarbeit begnügten, kassierten sie den ersten Gegentreffer kurz vor der Pause. Fritzsche wurde nach einer Flanke von links von Aliji unfreiwillig zum Torschützen – der Abwehrversuch des Leipzigers landete im eigenen Netz.
Der zweite Treffer folgte nach einem Standard, den die Gäste katastrophal verteidigten. Mattmüller stand am zweiten Pfosten völlig frei und vollendete zur Berliner Vorentscheidung. Chemie hatte zwar noch Chancen, doch Bell scheiterte mit einem Kunstschuss an der Latte, und Seidemann vergab in der Nachspielzeit freistehend.

Kapitän mäder spricht vom fehlenden punch
„Uns hat der letzte Punch gefehlt“, sagte Janik Mäder nach der Partie. Der Kapitän machte seine Mannschaft für mangelnde Entschlossenheit in beiden Strafräumen verantwortlich. Tatsächche: Chemie wirkte ideenlos, sobald es in die gefährliche Zone ging. Der Druck steigt. Mit neun Punkten Rückstand auf Dynamo und zwei Heimspielen gegen BFC Preußen und Luckenwalde steht die BSG vor einer Zitterpartie.
Die Aufholjagd muss jetzt kommen – sonst droht der Abstieg in die Oberliga. Und das wäre für einen Traditionsklub wie Chemie Leipzig nicht nur sportlich, sondern auch strukturell ein Schock.
