Mt melsungen versinkt im heim-trauma: gummersbach entzaubert die küche
Die MT Melsungen schliddert tiefer in die Krise. Gegen den VfL Gummersbach kassierte das Team von Trainer Michael Roth die zweite deutliche Heimpleite binnen 14 Tagen – und diesmal war die 24:31-Packung sogar noch glasklarer als das 23:34 gegen Magdeburg. Die Nordhessen wirken wie gelähmt, sobald die Halle brüllt.
Ein 8-minute-blackout zerstört alles
15:15 stand es in der 16. Minute. Dann passierte – nichts. Kein Treffer, kein Konzept, nur hektische Pässe in die zweite Welle. Gummersbach drehte auf 19:11, Tom Kiesler blockte wie ein zweiter Torwart, Dominik Kuzmanovic flog für 14 Saves über das Parkett. Die Pause war ein Geschenk, doch die MT schaffte es nicht, das Momentum länger als sieben Minuten zu halten. 18:19 – mehr Nähe kam nie heran.
Dainis Kristopans war mit fünf Treffern zwar bester Werfer, aber auch er fand kein Rezept gegen die kreisrunde Gummersbacher Mauer. Die MT-Abwehr dagegen wirkte wie offenbar gelandet, zuletzt in der European League am Dienstag gegen Benfica gegrätscht und nun erneut ohne Zugriff.

Ignatow bleibt – aber wofür?
Kurz nach Schlusspfiff vermeldete der Klub die Vertragsverlängerung von Dimitri Ignatow. Der Rechtsaußen unterschreibt für eine weitere Saison, obwohl die sportliche Perspektive gegen Null tendiert. „Die MT ist mein Verein“, sagte der 27-Jährige, der seit 2015 dabei ist. Doch die Frage ist, ob der Club in drei Wochen noch in der ersten Liga spielt. Mit 16:24 Punkten rutscht Melsungen auf Relegationsplatz drei, die Tordifferenz von –42 ist Liga-Schlusslicht.
Die Fans verlassen die Rothenbach-Halle mit leeren Händen und voller Stimme. Gummersbach feiert den vierten Auswärtssieg in Serie – und die MT? Die muss erst einmal wieder lernen, wie man in eigener Halle gewinnt. Sonst wird die Vertragsverlängerung Ignatows ein Scherbenhaufen namens Zukunft.
