Kleeblatt wirft nächsten aufstiegsaspiraten raus – vogel: „null hinten ist der größte pokal“

SpVgg Greuther Fürth schlägt erneut zu. Nach dem 2:1-Coup in Hannover legt der Tabellenvorletzte mit dem 2:0 gegen Aufstiegskandidat SV Elversberg nach und sammelt zehn Punkte aus vier Spielen. Die Logik des Erfolgs lautet: Erst die Null, dann der Sieg.

„Wir sind eine verschworene einheit“

Trainer Heiko Vogel rennt nach Abpfiff auf den Rasen, um Silas Prüfrock zu umarmen. Der Keeper hält erneut die Null – inzwischen die dritte in Serie. „Für so etwas gibt es keine Worte“, sagt Vogel, „aber das 2:0 ist weder selbstverständlich noch überraschend.“ Stattdessen sei es Ergebnis „tagtäglicher Fleißarbeit“ und einer Mannschaft, „in der jeder jedem vertrauen kann“. Kapitän Branimir Hrgota pflichtet bei: „Wir verteidigen selbstbewusst. Das ist die Basis, so gewinnen wir Spiele.“

Die Zahlen sprechen für sich: Seit dem 0:1 in Kaiserslautern kassierte Fürth nur noch zwei Gegentore – bei vier Spielen und drei Siegen. Die Chancenverwertung zieht mit: Hrgota traf doppelt gegen Elversberg, zuvor schon Nielsen in Hannover. Die Franken schieben sich auf 29 Punkte, rücken auf Tuchfühlung zu den Relegationsplätzen heran.

Schwächste abwehr? trotzdem klappt’s

Schwächste abwehr? trotzdem klappt’s

Ironie der Statistik: Mit 56 Gegentoren stellt Fürth weiterhin die schwächste Defensive der Liga. Doch die Trendwende ist Realität. „Wenn du hinten die Null hast, hast du mindestens einen Punkt“, sagt Hrgota. „Und wir schaffen es, ein, zwei Tore zu machen – dann gewinnst du.“ Der Schwede lobt die Mentalität: „Wir haben in der letzten Zeit sehr gute Spiele gemacht, das hat in Kaiserslautern angefangen.“

Am Freitag wartet der nächste Prüfstein: Auswärtsspiel beim Karlsruher SC. Fürth will weiter oben bleiben. Vogel: „Wir fahren nach Baden, um wieder die Null hinten zu haben.“ Die Reise des Kleeblatts ist längst kein Zufall mehr – sie ist ein Plan, der aufgeht.