Leipzig zerlegt hoffenheim 5:0 und schiebt sich auf platz drei

Was für ein Abend, was für ein Statement. RB Leipzig hat TSG Hoffenheim am Freitagabend nicht einfach nur geschlagen – die Sachsen haben sie pulverisiert. 5:0 (4:0) lautet der Befund nach 90 Minuten, in denen Brajan Gruda und Christoph Baumgartner je doppelt trafen und Benjamin Henrichs den Schlusspunkt setzte. Mit diesem Kantersieg schiebt sich Leipzig zumindest über Nacht auf Rang drei der Bundesliga und verdrängt Hoffenheim aus den Champions-League-Rängen.

Die Zahlen sind gnadenlos: Vier Tore in der ersten halben Stunde, 13:2-Torschüsse zur Pause, 60 Prozent Ballbesitz – und das gegen einen direkten Konkurrenten. „Wir haben die Klinke heute richtig weit aufgestoßen“, sagte Trainer Ole Werner nach Abpfiff. Er hatte seine Mannschaft erst am Wochenende für die mangelhafte Chancenverwertung kritisiert. Die Antwort folgte auf dem Platz.

Gruda und baumgartner demontieren hoffenheimer abwehr

Die Tore fielen wie Dominosteine. Gruda nutzte einen abprallenden Ball zur frühen Führung (17.), Baumgartner köpfte eine David-Raum-Flanke zum 2:0 ein (21.). Dann der Doppelpack innerhalb von neun Minuten: Gruda legt auf, Baumgartner vollstreckt per Volley – 3:0 (30.). Noch vor der Pause schraubte Gruda das Ergebnis mit seinem zweiten Treffer auf 4:0 (44.). Die TSG wirkte wie gelähmt, die Leipziger wie entfesselt.

Hinterher sprach Baumgartner von „dem perfekten Abend“, doch er wusste auch: „Solche Spiele muss man erst mal machen.“ Die Leipziger haben in den letzten Wochen oft dominiert, aber nicht konvertiert. Gegen Hoffenheim fiel die Kelle plötzlich auf den Boden – und traf jedes Mal.

Negativserie der kraichgauer reißt nicht ab

Negativserie der kraichgauer reißt nicht ab

Für Hoffenheim ist die Lage dagegen bedrohlich. Seit acht Pflichtspielen wartet die TSG auf einen Sieg, die letzte Liga-Niederlage datiert vom 1. März. Trainer Christian Ilzer stand sichtlich mitgenommen am Spielfeldrand, seine Mannschaft fand kein Mittel gegen die Leipziger Pressingwelle. Die einzige nennenswerte Chance hatte Grischa Prömel nach der Pause, doch Leipzig-Keeper Maarten Vandevoordt parierte souverän (53.).

Die Statistik gegen Leipzig bleibt für Hoffenheim verheerend: Nur ein Sieg in 14 Bundesliga-Partien, das letzte Erfolgserlebnis datiert aus dem April 2018. Seitdem: neun Niederlagen, vier Remis. Die Tordifferenz in diesem Zeitraum: 8:32.

Mit dem Dreifach-Gratiserfolg hat Leipzig nicht nur Punkte gutgemacht, sondern auch die Tordifferenz auf +23 verbessert – ein Trumpf im Kampf um die internationalen Plätze. Stuttgart kann am Sonntag zwar wieder vorbeiziehen, doch die Botschaft ist klar: Leipzig ist zurück in der Spur. Und wer jetzt noch zweifelt, sollte sich das Video vom Freitagabend anschauen. Dort sieht man, was es bedeutet, wenn ein Team seine Fehler nicht wiederholt, sondern bestraft.