Lars vinther blockt ab: lasse andersson kommt trotz höj-abstiegsangst

Lasse Andersson wird im Sommer zum HÖJ Elite stoßen – Punkt. Das sagt Geschäftsführer Lars Vinther unmissverständlich, während Dänemarks Medien über einen möglichen Rückzieher spekulieren.

Kein zurück, keine faxen

Die Kopenhagener Traditionsmannschaft taumelt auf Rang 12, nur zwei Spieltage vor Saisonende ein Bein im Grödener Sand der 1. Division. Trotzdem lässt Vinther keine Debatte aufkommen: „Ich habe weder von Berlin noch von Lasse selbst eine einzige Anfrage erhalten, dass er bei den Füchsen bleiben will.“ Die Formulierung ist bewusst scharf gewählt, um Gerüchten sofort den Garaus zu machen.

Trainer Nicolej Krickau hatte zuvor betont, wie gern man den 31-jährigen Linkshänder in der Fuchsbau-Halle behalten hätte. Doch Vinther kontert mit dem Selbstvertrauen eines Managers, der gerade erst Mikkel Hansen, Emil Jakobsen und Andersson unter Vertrag genommen hat: „Wir rechnen fest mit dem Klassenerhalt und freuen uns darauf, dass alle unsere Neuzugänge – darunter Lasse – im Sommer einlaufen.“

Andersson selbst will heimkehr

Andersson selbst will heimkehr

Für den dänischen Nationalspieler ist der Wechsel mehr als ein Karriereschritt; es ist eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Andersson betonte mehrfach, wie sehr ihm die Nähe zur Familie nach vier Jahren in der Bundesliga fehlt. Die emotionale Komponente war entscheidend – nicht die Liga, in der HÖJ nächste Saison spielt.

Die Rechnung der Kopenhagener Verantwortlichen ist klar: Selbst ein Abstieg würde das Budget nicht sprengen, weil Sponsorenverträge gestaffelt sind und TV-Einnahmen aus der
EHF-European-League-Qualifikation bereits eingeplant sind. Kurz: Der Klub hat sich abgesichert, Andersson hat unterschrieben – und Vinther hat keine Lust auf Rückwärtsgewandte.

Der Abstiegskampf wird an diesem Wochenende mit dem Duell gegen TTH Holstebro live auf TV2 Sport entschieden. Sollte HÖJ die Klasse halten, wäre Vinthers Plan perfekt. Sollten sie runter, trifft Andersson trotzdem auf erstklassige Gegner – nur eben in der zweiten Reihe. Für ihn zählt das Trikot, nicht die Liga.