Volley: fersino bereit für den showdown gegen conegliano – und den platz von de gennaro?
Mailand – Der Kampf um die deutsche Volleyball-Elite steht vor dem Höhepunkt. Das Vero Volley Milano trifft im Finale auf Conegliano, doch der Blick richtet sich auch auf eine mögliche Nachfolge für die legendäre Monica De Gennaro im Nationalteam. Eleonora Fersino, das junge Talent aus Mailand, könnte der Schlüssel sein.
Ein duell der generationen im palaverde
Die Spannung ist greifbar, wenn man die Namen Fersino und De Gennaro gegenüberstellt. Es ist mehr als nur ein Finale; es ist ein Wechsel der Garde, eine Verschmelzung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des italienischen Volleyballs. Eleonora Fersino, geboren im Jahr 2000, steht im Fokus, da sie die schwere Bürde übernehmen könnte, das Erbe der weltbesten Libera zu erben. Ihre Reise begann jedoch im Palaverde, an der Seite der Legende Moki, und nun steht sie vor der größten Herausforderung ihrer Karriere: den Angriff auf den Scudetto.
Die Saison verlief für Fersino außergewöhnlich. Nach dem Gewinn des Supercoppa im Oktober gegen Conegliano, hat sie maßgeblich zum Erreichen dieses Finales beigetragen. Das 3-1 in der Halbfinalserie gegen Scandicci ist ein Beweis für das Wachstum des Teams und insbesondere für die Entwicklung ihres Spiels. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, auf diesem Feld zu spielen, vor meinen Menschen“, schwärmt Fersino.
Die Umstellung vom Flügelspieler zur Libera war kein einfacher Weg. „Wir sind als Mannschaft mentalitätstechnisch gewachsen“, sagt sie selbst. Der Verlust von Orro und Sylla hätte ein Team auseinanderbrechen lassen können, doch Fersino und ihr Team haben bewiesen, dass man auch mit Veränderungen erfolgreich sein kann.

Von chioggia zum nationalteam – die geschichte eines talents
Fersinos Geschichte ist eine Geschichte der Entdeckung und des Fleißes. Mit nur 12 Jahren begann sie in Chioggia mit dem Volleyball, bevor sie 2014 zum Volley Pool Piave wechselte. Dort erkannte Giuseppe Giannetti, ein bekannter Talentscout, ihr Potenzial als Libera. „Er sagte mir, ich solle als Libera spielen. Es war ein Schock, aber auch eine große Chance“, erinnert sie sich.
Die Beobachtung von Monica De Gennaro im Palaverde im Jahr 2018 hat Fersino inspiriert. „Sie war auf einem anderen Level“, gesteht sie. Ihre Zeit bei Imoco Volley, an der Seite von De Gennaro, war eine wertvolle Lehre. „Sie ist ein Vorbild für mich. Ihre Perfektion ist beeindruckend. Ich habe noch viel zu lernen.“
De Gennaros unermüdlicher Einsatz, ihre Bereitschaft, auch nach dem Training noch stundenlang zu trainieren, hat Fersino nachhaltig geprägt. „Ich habe noch nie jemanden so gesehen. Wenn sie zehn perfekte Annahmen hintereinander machen musste, und die elfte nur positiv war, fing sie von vorne an.“

Die nächste generation übernimmt
Mit dem Rücktritt von De Gennaro aus dem Nationalteam rückt Fersino in den Fokus. „Es ist eine große Aufgabe, aber ich bin bereit“, sagt sie. Sie weiß um die Stärke des Nationalteams und die Unterstützung von Bundestrainer Julio Velasco. Velasco, der für seine Mentalität und seine Prinzipien bekannt ist, hat Fersino bereits im letzten Jahr beim Weltcup eingesetzt.
Die Exklusion aus dem Olympiatrupp war ein harter Schlag, aber Fersino hat daraus gelernt. „Man muss Rückschläge akzeptieren und daraus wachsen“, erklärt sie. Sie ist dankbar für die Unterstützung ihrer Familie und ihrer Schwester Laura.
Nun blickt sie nach vorne, auf das Finale gegen Conegliano und auf die Zukunft im Nationalteam. „Ich möchte als Spielerin in Erinnerung bleiben, die immer alles für ihr Team gibt.“ Und vielleicht, nur vielleicht, wird sie auch als die würdige Nachfolgerin einer Legende in die Geschichte eingehen.
