Bernabéu brennt: madrids presse fürchtet bayerns tor-maschine

Die spanischen Zeitungen schreien vor Angst. Dienstag, 21 Uhr, Bernabéu – dort wartet nicht nur Real Madrid, sondern ein Gansemarsch an deutschen Toren. Die AS nennt Harry Kane ein „Erdbeben“, Marca spricht von der „tödlichsten Torfabrik Europas“. Und plötzlich ist klar: Für Álvaro Arbeloa geht es nicht nur um das Viertelfinale, sondern um seinen Job.

Alles oder nichts: madrids saison steht auf messers schneide

Pokal raus, Liga praktisch verloren – die Königlichen dürfen sich keinen Ausrutscher mehr leisten. Die Mundo Deportivo schreibt offen: „Bayern ist der schlechteste Gegner, den man sich in dieser Lage wünschen kann.“ Gemeint ist: der gefährlichste. Denn die Münchner kommen mit neun Pfund Selbstvertrauen im Gepäck, nach 27 Toren in den letzten sechs Pflichtspielen.

Vincent Kompany hat seine Truppe auf Hochglanz poliert. Sie läuft wie ein Schweizer Uhrwerk, spielt Pressing, das den Gegner die Luft wegnimmt, und besitzt mit Jamal Musiala, Leroy Sané und Kane drei Spieler, die jeden Abwehrriegel sprengen können. Die Statistik? Makaber für Real. Seit 2012 wartet der deutsche Rekordmeister auf einen Sieg im Bernabéu – genau 3.958 Tage. Doch genau diese Zahlen lesen die Madrilenen als Warnung, nicht als Trost.

Das bernabéu – deutschem fußball einst ein friedhof

Das bernabéu – deutschem fußball einst ein friedhof

Zweimal haben die Bayern hier schon gewonnen: 2000 (4:2) und 2001 (1:0). Beide Male folgte am Ende der Pokal mit den großen Ohren. Die AS zitiert diese Geschichte, um den Fans Hoffnung zu machen, doch der Unterton bleibt verzweifelt: „Real ist der Albtraum der Bayern“, schreibt sie – aber selbst das klingt wie ein Gebet.

Die Presse in Madrid spielt gerne mit dem Mythos, doch die Wahrheit ist schlicht: Wer in dieser Verfassung gegen diesen FC Bayern antritt, braucht mehr als Tradition. Er braucht ein Wunder. Und selbst wenn das Bernabéu morgen wieder zu kochen beginnt – die Münchner haben bewiesen, dass sie Lärmpegel zu Toren umwandeln.

Arbeloa steht auf dem Präsentierteller. Verliert Real, wird der Ruf nach Zinédine Zidane lauter werden. Gewinnt er, darf er für 48 Stunden Held sein. Die Marca bringt es auf den Punkt: „Triumph oder Krise – mehr gibt es nicht.“ Für Madrid ist dieses Spiel bereits das Finale der Saison. Und die Uhr tickt.