Italienischer fußball-schock: gattuso entlassen, chaos im verband!
Rom – Der italienische Fußball steckt in einer Krise, die ihresgleichen sucht. Gennaro Gattuso ist nicht länger Nationaltrainer der Squadra Azzurra, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Nach einer desaströsen WM-Qualifikation und einer Reihe von Rücktritten im Verband steht Italien vor einem Neuanfang – oder vielleicht auch vor dem Absturz.

Ein dominoeffekt der entlassungen
Die Trennung von Gattuso, dem Weltmeister von 2006, markiert den vorläufigen Tiefpunkt. Der italienische Verband (FIGC) bestätigte am Freitag die Auflösung des Vertrags im gegenseitigen Einvernehmen – eine diplomatische Umschreibung für eine Entlassung, die sich lange anbahnte. Gattuso selbst äußerte sich bedauernd: „Da wir das Ziel, das wir uns gesetzt hatten, nicht erreicht haben, betrachte ich meine Zeit auf der Trainerbank mit schwerem Herzen als beendet.“
Aber es ist mehr als nur der Trainer. Bereits zuvor waren der Verbandspräsident Gabriele Gravina und der Delegationsleiter Gianluigi Buffon zurückgetreten. Ein regelrechter Dominoeffekt, ausgelöst durch die verpasste Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Das Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina, das das Aus bedeutete, hallt noch nach.
Die Bilanz von Gattuso ist düster: In 20 Spielen als Bundestrainer verbuchte er lediglich acht Siege, acht Unentschieden und vier Niederlagen. Ein mageres Ergebnis für eine Nation mit der Fußballgeschichte Italiens. Die Frage, wer Gattuso ersetzen wird, beschäftigt nun die Fans und Experten gleichermaßen. Namen wie Roberto Donadoni und Cristian Totti werden bereits kursieren, doch die Suche nach einem Trainer, der die Mannschaft wieder in die Spur bringt, wird keine leichte Aufgabe sein.
Lo que nadie cuenta es der enorme Druck, der auf den italienischen Fußball lastet. Die Erwartungen sind stets hoch, und die Enttäuschung über das verpasste Turnier ist groß. Es bleibt abzuwarten, ob der neue Trainer in der Lage sein wird, die Mannschaft zu motivieren und wieder für Erfolge zu sorgen. Denn eines ist klar: Italien kann es sich nicht leisten, den Anschluss an die Weltspitze zu verlieren.
Die Zahl spricht für sich: Seit dem WM-Titel 2006 hat Italien nicht mehr an einer Weltmeisterschaft teilgenommen. Eine lange Durststrecke für einen Fußballgiganten. Die Zukunft wird zeigen, ob die italienischen Verantwortlichen aus ihren Fehlern gelernt haben und den richtigen Weg einschlagen, um die Erfolgsgeschichte des italienischen Fußballs neu zu schreiben.
