Hertha 03 zehlendorf: abstieg besiegelt – neuanfang unter böning geplant
Ein jähes Ende für die ambitionierten Pläne: Hertha 03 Zehlendorf ist rechnerisch aus der Regionalliga Nordost abgestiegen. Nach zwei Jahren im vierten Glied des deutschen Fußballs steht der Verein vor einem umfassenden Umbruch, dessen Grundstein bereits gelegt wird.
Die saison 2025/26: ein neuer start in der oberliga
Die Zeichen standen lange Zeit schlecht, und nun ist die bittere Wahrheit offiziell: Hertha 03 Zehlendorf muss sich auf das NOFV-Oberliga-Nord Niveau zurückziehen. Das 0:2 gegen die Zweitliga-Reserve des 1. FC Magdeburg am letzten Spieltag besiegelte das Schicksal des Hauptstadtklubs. Präsident Kamyar Niroumand drückte zwar Bedauern über den Abgang aus der Regionalliga aus, betonte aber zugleich, dass die Mannschaft viel gelernt habe – eine Aussage, die angesichts der desaströsen Saisonbilanz kaum tröstet.
Die Zahlen lügen nicht: Nur zwei Siege aus 32 Spielen, acht Unentschieden und satte 22 Niederlagen zeichnen die schwächste Offensive der Liga aus. Mit lediglich 26 erzielten Treffern und 71 Gegentoren offenbarte Hertha 03 Zehlendorf massive Defizite in der Defensive und im Abschluss. Drei verschiedene Trainer – Steffen Israel, Tilmann Käpnick und aktuell Marco Böning – versuchten, die Mannschaft zu stabilisieren, doch es gelang nie, eine konstante Leistung zu erbringen.

Böning übernimmt: doppelfunktion ausgeschlossen, aufstieg das ziel
Um den Neuaufbau zu gestalten, wurde Marco Böning zum neuen Sportlichen Leiter ernannt. Der gebürtige Berliner, der bis zum Saisonende noch als Trainer fungiert, wird ab der kommenden Saison die Gesamtverantwortung für den sportlichen Bereich tragen – von der Kaderplanung über die Trainerfindung bis hin zur strategischen Ausrichtung der ersten Mannschaft. Eine Doppelfunktion als Trainer ist für Böning jedoch ausgeschlossen. „Beide Rollen erfordern volle Konzentration“, erklärte er gegenüber dem kicker.
Bereits im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für die neue Saison auf Hochtouren. Niroumand äußerte den klaren Wunsch, innerhalb der nächsten zwei Jahre den Wiederaufstieg in die Regionalliga zu schaffen und langfristig dort zu bestehen. „Wir wollen keine Fahrstuhlmannschaft sein“, so der Präsident.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Mit Marco Böning an der Spitze und dem klaren Ziel, schnell wieder in höhere Spielklassen aufzusteigen, soll Hertha 03 Zehlendorf den Abstieg hinter sich lassen und eine neue Ära einleiten. Ob die ambitionierten Pläne aufgehen, wird die neue Saison zeigen.
