Basler schießt scharf: schlotterbeck-verlängerung reißt ihn auf

Mario Basler hat in seinem Podcast „Basler ballert“ scharfe Kritik an der Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck beim BVB geäußert. Der Ex-Profi sieht eine Diskrepanz zwischen den großen Worten und der Realität und teilt die Enttäuschung vieler Fans.

Ein „geschmäckle“ bei der vertragsverlängerung

Die Schlagzeilen rund um den BVB wurden in den letzten Tagen von der Vertragsverlängerung Nico Schlotterbecks überschattet, insbesondere durch die kolportierte Ausstiegsklausel. Basler ließ wenig Gutes über die Situation kommen: „Wenn ein Spieler seinen Vertrag verlängert, aber gleichzeitig eine Ausstiegsklausel einbauen lässt, dann weißt du doch ganz genau, was Sache ist.“ Er vermutet, dass es Schlotterbeck nicht primär darum geht, sich langfristig in Dortmund zu engagieren, sondern vielmehr die Tür für einen Wechsel in ein internationales Top-Team offen zu halten.

Die Reaktion der BVB-Anhänger, die ihren Unmut beim Ausrufen der Aufstellung mit Pfiffen ausdrückten, konnte Basler nachvollziehen. „Ich kann die Reaktion der Fans schon verstehen. Die sehen doch auch, dass da einer nur verlängert, weil er eine Ausstiegsklausel bekommt. Da bleibt die große Euphorie natürlich aus.“ Es scheint, als würde ein Teil der Fanbasis das Gefühl haben, Schlotterbeck habe lediglich einen Vertrag verlängert, um seine Wechselmöglichkeiten nicht einzuschränken.

Die ausstiegsklausel als lockstoff

Die ausstiegsklausel als lockstoff

Besonders brisant ist die Höhe der kolportierten Ausstiegsklausel, die zwischen 50 und 60 Millionen Euro liegen soll. Basler betonte, dass diese Summe für viele englische Vereine kein Hindernis darstellt: „Das ist für englische Vereine doch kein Problem mehr. Die lachen darüber, das zahlen die mittlerweile aus der Portokasse.“ Dies unterstreicht die potenzielle Gefahr, dass Schlotterbeck im Sommer bei einem attraktiven Angebot in die Premier League wechseln könnte.

Ein interessantes Detail, das von SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer im „Doppelpass“ enthüllt wurde, ist, dass die Ausstiegsklausel nicht für den FC Bayern gilt. „Das war dem BVB auch ganz wichtig“, erklärte Sedlbauer, was zumindest das Worst-Case-Szenario eines Transfers zum Erzrivalen ausschließt.

Basler sieht darin ein allgemeines Problem der modernen Fußballwelt: „Das ist heute leider oft so: große Worte nach außen, aber im Hintergrund wird schon der nächste Schritt geplant.“ Es scheint, als ob der Ex-Profi eine zunehmende Distanz zwischen der öffentlichen Selbstdarstellung von Spielern und ihren tatsächlichen Ambitionen feststellt. Die Fans, die in die Vereine investieren, spüren zunehmend, wie ihre Loyalität auf eine Art und Weise ausgenutzt wird, die ihnen ein Dorn im Auge ist.

Die Geschichte um Nico Schlotterbeck zeigt, dass die Balance zwischen Vertragsverlängerungen, Fanerwartungen und den persönlichen Zielen der Spieler immer schwieriger zu halten scheint. Nur die Zeit wird zeigen, ob der BVB seine Schlüsselfaktor langfristig an den Verein binden kann, ohne das Vertrauen der Fans zu verspielen.