Aspinall triumphiert in münchen: „deutschland, ich liebe dich!
München tobte, und Nathan Aspinall feierte einen fulminanten Sieg beim German Darts Grand Prix. Der Engländer, der kurz vor dem Turnier noch am Flughafenwut war, fand seine Kampfgeist wieder und triumphierte gegen Danny Noppert – ein Sieg, der ihm die Freude am Dartsport zurückgab und den er mit einer überschwänglichen Liebeserklärung an die deutsche Fans krönte.
Ein start, der zur verzweiflung führte
Kaum zu glauben, wie schnell sich die Stimmung wendete. Vor wenigen Tagen noch wetterte Aspinall über die chaotischen Zustände an den Flughäfen und seine fehlenden Koffer. „Ich hätte Ostern lieber mit den Kindern verbringen sollen“, klagte er noch. Doch all das schien vergessen, als er auf der Bühne in München stand und sein Können unter Beweis stellte.

Die kuriositäten des turniers
Besonders auffällig war der Wechsel seines üblichen Walk-on-Songs. Statt des explosiven „Mr. Brightside“ von The Killers erklang „Lose Yourself“ von Eminem – eine bewusste Entscheidung des Champions, wie SPORT1 exklusiv berichtete. Ein unerwarteter, aber dennoch mitreißender Auftritt, der das Publikum begeisterte. Aspinall scheint der Eminem-Song Flügel verliehen zu haben, denn er dominierte im Viertelfinale gegen Kevin Doets (7:2) und zeigte eine beeindruckende Average von 106,40 Punkten.

Deutsche stolz – und aspinalls erfolgsbilanz
Neben Doets schaltete Aspinall auch Martin Schindler (6:2) und Ricardo Pietreczko (6:5) aus – zwei deutsche Hoffnungen, die am Ende dem englischen Champion weichen mussten. Und es ist ein bemerkenswertes Detail: Aspinall hat nun alle vier seiner European-Tour-Titel auf deutschem Boden gewonnen. Eine Bilanz, die er im Bühneninterview keineswegs unerwähnt ließ.
Das finale und der perfekte abschluss
Im Finale gegen Danny Noppert zeigte Aspinall eine beeindruckende Leistung und gewann mit 8:5 in Legs. Den Sieg versiegelte er mit einem atemberaubenden Checkout von 128 Punkten. Ein würdiger Abschluss eines Turniers, das für ihn persönlich eine besondere Bedeutung hatte: „München, du warst großartig!“, rief er ins Publikum, während die Fans ihn stürmisch bejubelten.
Noppert muss sich hingegen mit der Niederlage zufrieden geben und weiterhin auf seinen ersten European-Tour-Titel warten. Doch Aspinall hat bewiesen, dass er auch unter schwierigen Bedingungen seine Klasse abrufen kann und dass Deutschland für ihn zu einer Art Glücksland geworden ist.
