Zaragoza patzt in letzter sekunde – navarro kämpft um die hoffnung
Ein bitterer Schock für die Anhänger von Real Zaragoza: In einer dramatischen Schlussphase verlor das Team gegen Granada, obwohl die Gäste bereits einen Mann weniger auf dem Feld hatten. Nur noch wenige Spiele verbleiben, doch Trainer David Navarro klammert sich an die Chance auf Rettung – und fordert jetzt eine Reaktion.

Die tabelle lügt nicht, aber.
Die Lage ist ernst, das steht außer Frage. 47 Punkte sind das Ziel, um den Abstiegskampf zu verlassen. „Aufgeben? Auf keinen Fall!“, betonte Navarro nach dem Spiel. „Wir haben schon schlimmere Phasen überstanden und müssen jetzt alles daran setzen, unsere Ziele zu erreichen. Ein Sieg in Valladolid ist nun Pflicht.“ Die Erinnerung an frühere Erfolge – der Sieg in Cádiz, die Auftritte gegen Almería und Racing, das starke Spiel in Coruña – sollen die Mannschaft beflügeln, nachdem man im März bereits neun wertvolle Punkte holte.
Doch die Realität ist hart. „In zwei Minuten ist die Welt untergegangen“, klagte Navarro. „Wir befinden uns in einer Situation, in der es nicht mehr um schönes Spiel geht, sondern um den Sieg. Von einem Team, das sich in der unteren Tabellenregion befindet, kann man nicht erwarten, dass es den Gegner mit eleganten Kombinationen dominiert. Wir haben es versucht, aber das entscheidende Tor wollte einfach nicht fallen. Und dann dieser individuelle Fehler am Ende.“
Besonders bitter war für Navarro die Szene um Loic Williams, der offenbar eine gelb-rote Karte knapp vermieden hat. „Ich finde, ihm wurde ein Fehler verziehen. Der vierte Offizielle meinte, er habe sich leicht zur Ecke gedreht. Aber das ist ein Fehler, der ebenso schwerwiegend ist wie unser Fehler am Ende. Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Hätten wir in der Schlussphase getroffen, hätten wir sogar alle drei Punkte mitnehmen können.“
Die Enttäuschung ist groß, doch Navarro fordert von seiner Mannschaft, sich schnell zu erholen. „Diese Niederlage müssen wir verdauen, aber wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir müssen aufstehen und weiterkämpfen.“ Denn eines ist klar: In diesem Abstiegskampf ist jeder Punkt überlebenswichtig. Und die Zeit rennt davon.
