Ksc gegen darmstadt: kampf der gegensätze im wildpark!

Karlsruhe fiebert dem Duell gegen Darmstadt entgegen – ein Spiel, das mehr als nur drei Punkte verspricht. Die Bilanz ist düster, die Personalsituation kompliziert, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Kann der KSC den Heimfluch brechen und den Tabellenachten bezwingen?

Defensive wie ein spülbecken, angriff wie ein panzer

Defensive wie ein spülbecken, angriff wie ein panzer

Die Ausgangslage könnte kaum kontrastreicher sein: Der Karlsruher SC präsentiert sich als die zweitschwächste Abwehr der Liga, während der SV Darmstadt 98 mit der mit Abstand besten Offensive in die Partie kommt. 59 Gegentore für den KSC, 55 Treffer für die Lilien – die Zahlen sprachen eine deutliche Sprache, lange bevor der Anpfiff im BBBank Wildpark erfolgte. Besonders schmerzhaft für die Badener ist die Tatsache, dass sie in ihren letzten elf Heimspielen stets ein Gegentor kassierten – ein Negativrekord, den man unbedingt vermeiden möchte.

Aber es gibt auch Lichtblicke. Torjäger Fabian Schleusener könnte heute zum Unterschiedsspieler werden. Der Angreifer hat bereits sieben Treffer gegen Darmstadt erzielt – ligaweit unübertroffen. Ob er diese Torlaune gegen seine ehemaligen Widersacher erneut abrufen kann, bleibt abzuwarten.

Die Darmstädter müssen indes auf ihren zweikampfstärksten Innenverteidiger, Patric Pfeiffer, verzichten, der nach seiner vierten roten Karte eine Zwangspause einlegen muss. Kein Lilien-Spieler wurde in dieser Saison öfter vom Platz geflogen. Fraser Hornby hingegen präsentiert sich in Topform und führt mit elf Toren und acht Assists die interne Scorerliste an.

Christian Eichner steht vor einer Mammutaufgabe. Seine Mannschaft verlor elf von 20 Partien seit dem 12. Spieltag – ein Wert, den nur Düsseldorf mit ihnen teilt. Auf der anderen Seite muss Florian Kohfeldt gegen eine Serie von sechs sieglosen Spielen kämpfen. Die jüngste Bilanz spricht jedoch für Darmstadt, der in den letzten sechs Zweitliga-Duellen gegen Karlsruhe ungeschlagen ist.

Ein weiterer herber Schlag für den KSC: Der Leih-Innenverteidiger Stephan Ambrosius erlitt zum dritten Mal im Karriereverlauf einen Kreuzbandriss und wird längere Zeit ausfallen. Die Abwehrreihe, die ohnehin die meisten Abschlüsse der Liga zulässt, muss sich nun noch stärker zusammenreißen.

Felix Bickel pfeift die Partie. Hoffen wir auf ein faires Spiel, denn der KSC hat in dieser Saison bereits sieben Punkte nach Führungen verspielt, während Darmstadt 19 Punkte nach Rückständen zurückerarbeiten konnte. Wer wird heute die Oberhand behalten?