Kolumbien: stau-chaos durch 'pico y placa' – so kommen sie jetzt durch!

Bogotá steht vor einer neuen Herausforderung: Der Rückstau der Feiertage droht, die Hauptstadt zu lahmlegen. Die Stadtverwaltung hat darauf reagiert und die 'Pico y Placa'-Maßnahme regional verschärft, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Doch was bedeutet das für Reisende?

Verständnis der neuen regelung: mehr als nur ein zeitfenster

Verständnis der neuen regelung: mehr als nur ein zeitfenster

Die traditionelle 'Pico y Placa'-Regelung, die wir kennen, ist Geschichte. Stattdessen gilt ab dem 18. Mai 2026 eine zeitgesteuerte Beschränkung, die an die letzte Ziffer des Nummernschilds gekoppelt ist. Das Ziel ist klar: Verteilen der Verkehrsströme über den Tag, um die notorischen Staus an den Stadteingängen zu vermeiden. Doch Vorsicht: Die Regeln sind komplexer als gedacht.

Zwischen 12:00 Uhr und 16:00 Uhr dürfen nur Fahrzeuge mit geraden Kennzeichen (0, 2, 4, 6, 8) in die Hauptstadt einfahren. Wer danach anreist, muss sich auf die ungeraden Kennzeichen (1, 3, 5, 7, 9) verlassen, allerdings nur zwischen 16:00 Uhr und 20:00 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten herrscht freie Fahrt für alle.

Die Kontrollen sind streng. Nicht nur an den Stadtgrenzen, sondern auch auf wichtigen Avenidas wie der Autopista Norte, Sur, der Avenida Centenario und der Calle 80 werden mobile und feste Kontrollpunkte eingerichtet. Wer erwischt wird, muss mit einer empfindlichen Strafe von 650.000 kolumbianischen Pesos rechnen – und mit den zusätzlichen Kosten für Abschleppdienst und Parkgebühren.

Ein besonderer Punkt: Die 'Pico y Placa Solidario'-Regelung, die es bisher ermöglichte, gegen eine Gebühr von der Beschränkung befreit zu werden, entfällt. Ausnahmen gelten lediglich für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, Rettungsfahrzeuge, Fahrzeuge für Menschen mit Behinderung (mit vorheriger Anmeldung), Leichenwagen und Fahrzeuge der Sicherheitsbehörden.

Die Verkehrsbehörden raten dringend dazu, die Rückreise frühzeitig zu planen. Wer es doch versäumt, sollte die Möglichkeit in Betracht ziehen, in den umliegenden Gemeinden zu übernachten, bis die 'Pico y Placa'-Maßnahme abgelaufen ist. Die Geduld wird auf die Probe gestellt, aber die Alternative – stundenlanges Anstehen im Stau – ist noch unattraktiver.

Die neue Regelung ist ein deutliches Signal: Bogotá nimmt das Problem der Verkehrsstaus ernst. Ob sie den gewünschten Erfolg bringt, wird sich zeigen. Bis dahin gilt es, sich an die neuen Bestimmungen zu halten und die Rückreise sorgfältig zu planen. Denn eines ist sicher: Wer hier nicht aufpasst, verliert nicht nur Zeit, sondern auch Geld.