Formel e gen4: der turbo für die e-rennserie – 10 sekunden schneller!

Die Formel E hat einen gewaltigen Sprung nach vorn vollzogen. Die neue Generation von Rennwagen, die Gen4, verspricht eine Revolution im Elektrosport und könnte schon bald die etablierten Rennserien in den Schatten stellen. Mit einem Leistungsplus von 70 Prozent und permanenter Allradantrieb wird die Geschwindigkeit neu definiert.

Die schlüsselzahlen, die begeistern

Die Gen4, die kürzlich auf dem Paul Ricard erstmals ihre Muskeln spielen ließ, ist nicht nur schneller, sondern auch intelligenter. Die maximale Leistung im Attack Mode katapultiert sich auf beeindruckende 600 kW (816 PS), die Höchstgeschwindigkeit erreicht 335 km/h. Die Rundenzeiten sollen um 5 bis 10 Sekunden gekürzt werden – eine eklatante Verbesserung gegenüber den aktuellen Gen3 Evo-Modellen. Nur wenige Tage zuvor absolvierte die Gen4 ihre ersten öffentlichen Testrunden auf dem französischen Prüfparcours, präsentiert von der Formel E und der FIA.

Die Beschleunigungswerte sind schlichtweg atemberaubend: 0 auf 100 km/h in lediglich 1,8 Sekunden und 0 auf 200 km/h in 4,4 Sekunden. Im Vergleich zu den Gen3 Evo-Modellen, die 300 kW (611 PS) in Rennmodus leisten, bietet die Gen4 ein um 50 Prozent höheres Leistungspotenzial von 450 kW (611 PS).

Um diesem Leistungssprung gerecht zu werden, wurde auch die Aerodynamik massiv überarbeitet – der Anpressdruck hat sich nahezu verdoppelt, was sich deutlich am neuen Heckflügel erkennen lässt. Zudem wurde der Innenraum vergrößert und die Sitzposition ergonomischer gestaltet, um den Fahrern mehr Bewegungsfreiheit zu bieten.

Nachhaltigkeit im fokus: recycling und umweltfreundliche materialien

Nachhaltigkeit im fokus: recycling und umweltfreundliche materialien

Doch die Gen4 ist mehr als nur eine schnellere Rennmaschine. Sie steht auch für eine nachhaltigere Zukunft des Motorsports. Die Formel E setzt weiterhin auf umweltfreundliche Technologien und hat sich als erster globaler Sport die B Corp Zertifizierung gesichert. Die Gen4 wird vollständig recycelbar sein und mindestens 20 Prozent recycelte Materialien enthalten. Die Reifen bestehen zu 65 Prozent aus natürlichen und recycelten Materialien, und der Akku verzichtet auf seltene Erden. Hier zeigt sich, dass Leistung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.

Ex-formel-1-pilot james rossiter: „schneller als formel 1!“

Ex-formel-1-pilot james rossiter: „schneller als formel 1!“

Einzig James Rossiter, ein ehemaliger Formel-1-Pilot und Ex-Team Principal von Maserati in der Formel E, hatte bereits vorab die Möglichkeit, die Gen4 zu testen. Sein Urteil? Überwältigend. „Ich glaube, das ist ein riesiger technologischer Fortschritt. Ich habe seit meiner Zeit in der Formel 1 mit V10-Motoren zwischen 2004 und 2005 nichts mehr so Schnelles gefahren. Die Beschleunigung ist schlichtweg unbeschreiblich!“

Die konkurrenz schaut zu: mehrere hersteller steigen ein

Die konkurrenz schaut zu: mehrere hersteller steigen ein

Die Enthüllung der Gen4 zog zahlreiche Vertreter der Formel-E-Teams und Hersteller an, darunter Porsche, Jaguar, Nissan, Mahindra, Lola und Stellantis (Opel). Der neue Wagen ist ein klares Zeichen dafür, dass die Formel E sich als feste Größe im Motorsport etabliert hat.

Jeff Dodds, CEO der Formel E, zeigte sich begeistert: „Die Gen4 ist nicht nur ein Rennwagen – sie ist ein klares Bekenntnis zu unseren Zielen. Die ersten Testfahrten sind ein Meilenstein für die Formel E. Wir erreichen Leistungsniveaus, die vor nur fünf Jahren noch unvorstellbar waren.“

Die zukunft des elektrosports ist da

Die zukunft des elektrosports ist da

Während die Formel 1 zunehmend elektrische Komponenten integriert, bleibt die Formel E ihrem elektrischen Fokus treu. Mit dem Attack Mode und dem Pit Boost setzt die Serie auf innovative Technologien, die die Effizienz und die Ladezeiten weiter verbessern werden. Die Gen4 ist somit nicht nur ein Sprung nach vorn, sondern auch ein Wegweiser für die Zukunft des Motorsports. Die ersten Rennen mit der Gen4 werden voraussichtlich Ende dieses Jahres stattfinden, und sie werden zweifellos für Furore sorgen. Die Ära der Gen3 Evo endet dagegen im August mit dem E-Prix in London.