Köln ringt schwenningen in triple-overtime und schießt sich ins halbfinale

04:12 Stunden Eishockey, 107 Minuten Spielzeit, ein einzter Puck im Netz – und Köln atmet auf. Die Haie haben die Schwenninger Wild Wings im vierten Viertelfinal-Spiel erdrosselt, die Serie 4:0 gemacht und als erstes Team die Tickets für die Vorschlussrunde gelöst.

Jan Luca Sennhenn traf erst in der dritten Verlängerung, dem 107. Minute. Die Lanxess-Arena tobte, die Gäste lagen am Band, die Haie stürmten auf ihren Matchwinner. „Wir haben einfach nur noch Beine rennen lassen“, sagte Sennhenn, kaum dass er die Maske abgesetzt hatte. Die Zuschauer, noch 18.000 stark nach Mitternacht, sangen sich heiser.

Adler blamiert, eisbären grinsen

Während Köln schon den Sweep feiert, rutschte Meisterkandidat Adler Mannheim aus. In Bremerhaven kassierte der Hauptrundenzweite eine 1:6-Klatsche und muss nun doch noch ein fünftes Mal ran. C.J. Smith und Akito Hirose schraubten die Pinguins mit zwei Powerplay-Treffern in Serie zurück auf 1:3. Die Adler? Sie wirkten platt, als hätten sie das Spiel verpennt.

Die Eisbären Berlin dagegen ziehen mit Macht. Ty Ronning legte beim 2:1 gegen Straubing den Führungstreffer auf, schob selbst das 2:0 nach – und kassierte prompt ein dickes Danke von Coach Serge Aubin. Berlin führt nun 3:1, kann am Freitag im Tiger-Käfig den Sack zumachen.

München und ingolstadt liefern sich ein tor-wirrwarr

München und ingolstadt liefern sich ein tor-wirrwarr

Im Süden schießen sich die Teams die Bude ein. 34 Tore nach vier Spielen – mehr Offensive geht kaum. Ingolstadt zerlegte München im ersten Drittel mit fünf Buden, gewann am Ende 7:2 und glich die Serie zum 2:2. Wer jetzt auf Taktik tippt, ist fehl am Platz: Hier zählt nur, wer zuletzt den Puck versenkt.

Köln darf sich inzwischen ausrechnen, wann es gegen Berlin oder Straubing ernst wird. Am 8. April geht’s los – und die Haie haben bereits bewiesen, dass sie auch ohne Ende spielen können.