Italien versinkt nach wm-fiasko: bosnien schickt azzurri in den abgrund
Zenica, 1. April 2026, 00:06 Uhr. Ein Land steht still, ein Fußballmärchen endet im Elfmeterdrama. Bosnien-Herzegowina schlägt Italien 4:1 im Penalty-Krimi und schickt die Squadra Azzurra zum dritten Mal hintereinander vor die WM-Tür. 120 Minuten lang hielt die Hoffnung, dann zerbarst sie mit jedem Schritt vom Punkt.
Die apokalypse geht weiter
Die Zahlen sind gnadenlos: viermaliger Weltmeister, null WM-Teilnahmen seit 2018. Die Bilder sind unerträglich: Bastoni fliegt in der 41. Minute vom Platz, die Italiener laufen 79 Minuten in Unterzahl, Dzeko jubelt am Ende. Die Presse schreit. Gazzetta dello Sport titelt: „Wie im schlimmsten Albtraum.“ Tuttosport fordert den Kahlschlag: „Jetzt müssen alle rausfliegen!“
Was niemand erwartete, wurde Realität. Nach dem 1:1-Ausgleich schien Italien dem Glück näher, doch die Nerven ließen den besseren Willen kalt. Erste Panenka, zweiter Pfosten, dritter Keeper – drei Schüsse, drei Fehlversuche. Bosniens Keeper Nikolić parierte zweimal, verwandelte selbst. Die Grün-Weißen feiern, die Blauen erleben dieselbe Qual erneut.

Der preis der arroganz
Die Ursache liegt tiefer als elf Meter. Spalletti rotierte zu viel, vertraute Altersstrukturen, vergaß die Balance. Kein echter Stürmer auf dem Platz, kein Führungsspieler im Elfmeter. Die Taktik wirkte bis zur roten Karte noch solide, danach nur noch verzweifelt. Italien spielte sich selbst an die Wand – und fand kein Fenster mehr.
Die Folgen sind existenziell. Sponsoren ziehen sich zurück, der Verband steht mit leeren Kassen da, die TV-Rechte verlieren an Wert. Ein Generationprojekt scheitert an mangelnder Flexibilität. Corriere della Sera spricht von „italienischer Apokalypse“, La Stampa von „italienischem Desaster“. Die Worte sind klar, die Botschaft auch: Reform oder Untergang.
Und Bosnien? Das kleine Balkan-Team fährt zur WM, Dzeko nimmt seine letzte Chance mit. Für Italien bleibt nur die Leere. Kein Trost, kein nächstes Spiel, nur die schmerzhafte Gewissheit: Die eigene Geschichte wurde eben wieder geschrieben – mit einem Kapitel, das niemand lesen wollte.
