Ismaik gibt nicht auf: löwen-drama zieht sich weiter hin

München – Der TSV 1860 München steckt tiefer im Chaos als je zuvor. Nachdem der Lizenzentzug für die 3. Liga und die Kündigung der Kooperation mit Investor Hasan Ismaik die ohnehin angespannte Lage weiter verschärften, meldete sich der jordanische Geschäftsmann erneut zu Wort – und signalisierte Kampfgeist. Die Fans der Löwen müssen sich auf einen weiteren zermürbenden Rechtsstreit einstellen.

Ein unerbittlicher machtkampf um die löwen

Ein unerbittlicher machtkampf um die löwen

Die Kündigung des Kooperationsvertrags durch den Verein kam für viele überraschend, obwohl die Gerüchte in den letzten Wochen immer lauter geworden waren. Offiziell wurde eine „wichtige Begründung“ genannt, doch im Hintergrund tobt ein erbitterter Machtkampf. Ismaik, der seit 2011 maßgeblich in den Münchner Traditionsverein involviert ist, beteuert weiterhin sein Engagement. „Mein Glaube daran, dass Dialog, gegenseitiger Respekt und die Fähigkeit, zusammenzuarbeiten, der einzige Weg sind, diese Zukunft aufzubauen, ist unverändert“, schrieb er in den sozialen Medien. Ein deutlicher Seitenhieb auf die aktuellen Verantwortlichen des TSV.

Was niemand so recht glauben wollte, wird nun zur bittere Realität: Der Investor plant rechtliche Schritte. Bereits am Freitag hatte Ismaik in der Süddeutschen Zeitung angekündigt, seine Ansprüche gerichtlich durchsetzen zu wollen. Diese Ankündigung bekräftigte er nun erneut, wobei er betonte, dass „die aktuellen Auseinandersetzungen und die jüngsten Entscheidungen über die entsprechenden rechtlichen und institutionellen Wege behandelt werden.“

Die Entscheidung der Fans, ihre Dauerkarten für die Drittliga-Spiele zurückzugeben, verstärkt die finanzielle Notlage des Vereins zusätzlich. Die Spielbetriebs-KGaA steht somit vor einem erneuten existenziellen Kampf. Die Frage, ob Ismaik selbst noch eine Rolle in der Zukunft des TSV 1860 München spielen wird, ist offen – aber eines ist sicher: Der Streit ist noch lange nicht beigelegt.

Ismaik verteidigte sein langjähriges Engagement mit der Aussage, er habe es nicht getan, „weil ich der Verein sein wollte, in seinem Namen sprechen wollte oder mich über seine Geschichte und seine Fans stellen wollte. Ich habe es getan, weil ich dem Verein helfen und Teil seiner Zukunft sein wollte.“ Ein Satz, der mehr Fragen aufwirft als er beantwortet. Die Löwen-Fans bangen um ihre Zukunft und hoffen auf eine baldige Lösung – eine Lösung, die jedoch ohne einen bitteren Rechtsstreit wohl nicht zu realisieren ist.

Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein für das Überleben des TSV 1860 München. Ob die Löwen diesen Kampf gewinnen können, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch gewiss: Die Geschichte des Vereins wird durch diese turbulenten Ereignisse für immer geprägt sein.