Eriksen bricht erneut zusammen – herzschrittmacher rettet dänisches idol
Wieder schlägt der schwarze Schatten in die Idylle von Brøndby. Christian Eriksen, 34, kippt in der 64. Minute des Testspiels gegen die Ukraine, greift sich an die Brust, sackt zusammen. Die Uhr zeigt Sonntag, 14:32 Uhr – fünf Jahre und sieben Tage nach jenem 12. Juni 2021, als sein Herz in Kopenhagen für 78 Sekunden stillstand.
Das protokoll funktioniert – und rettet ein leben
Kein Chaos, keine Sekunden laternes. Teamarzt Morten Boesen sprintet, Sanitäter stürmen, Mitspieler formen einen Schutzwall. Pierre-Emile Höjbjerg erinnert sich: „Ich drehe mich um, sehe Christian auf dem Rasen liegen – und weiß sofort: dieselbe Szene wie damals.“ Doch diesmal bleibt Eriksen nach eigenen Angaben bei Bewusstsein. Der Herzschrittmacher, der ihm nach dem ersten Kollaps eingepflanzt wurde, setzt einen Aussetzer aus und schlägt automatisch zurück. Drei Minuten später kann Eriksen selbstständig aufstehen und in den Krankenwagen steigen.
Im Universitätsklinikum Odense tönt dann die Erleichterung: „Er ist voll orientiert, scherzt mit dem Pflegepersonal und wartet nur noch auf die Entlassung zum Familienessen“, sagt Boesen. Die Geräte messen keinerlei neuen Herzrhythmusstörungen. Für die Ärzte ein Wunder der Technik, für die Teamkollegen ein Albtraum im Dauerschleifenmodus.

Endstation nationalteam? die stimmen werden lauter
151 Länderspiele, Tore gegen Argentinien, Titel bei Ajax, Spurs und Inter – doch die Frage nach der Zukunft des Mittelfeldregisseurs bahnt sich mit Macht an. Dänische Kommentatoren fordern ein sofortiges Karriereende, selbst ehemalige Teamärzte sprechen von „unabsehbarem Risiko“. Eriksen selbst schweigt bislang. Die Familie wacht, der Verein wartet, die Fans beten.
Für TSV Pelkum Sportwelt steht fest: Was heute geschah, war kein Warnschuss mehr. Es war die finale Ampel auf Rot. Der Sport ist groß, das Leben größer.
