Cobolli: azur-welle in paris – eine familie feiert, egal wie das spiel ausgeht

Paris bebte förmlich vor blauem Himmelnicht wegen des Wetters, sondern wegen der unzähligen Azzurri-Trikots, die die Tribüne des Philippe Chatrier während des Roland Garros Finals schmückten. Eine Geste der Unterstützung für Flavio Cobolli, der zwar knapp unterlag, aber ein Stück italienisches Tennis-Herz in die Welt trug.

Die mama, der bruder, die freundin: ein netzwerk der liebe

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Francesca, Cobollis Mutter, ist nicht immer an seiner Seite, doch ihre Bedeutung ist unbestritten. Nach dem Match suchte der junge Italiener ihren Blick, ein stummer Dank für all die Fahrten zwischen Parioli und Trigoria in seiner Jugend. „Sie hat mich großgezogen, mir immer Kraft gegeben“, so Cobolli sichtlich gerührt. Sein Bruder Guglielmo, der ihn seit Kindertagen begleitet, veröffentlichte auf Instagram einen bewegenden Post, der die tiefe Verbundenheit der beiden offenbart. „Als du aufs Feld gelaufen bist, habe ich den Atem angehalten“, schrieb er, „Ich habe an unsere gemeinsame Kindheit gedacht, an die Opfer, die du und Papa gebracht habt.“

Und dann ist da noch Edoardo Bove, ein Kindheitsfreund aus gemeinsamen Fußballzeiten, dessen eigene gesundheitliche Herausforderungen Cobolli zu neuen Perspektiven geführt haben. „Was ihm passiert ist, hat mich reifer gemacht“, gestand der Tennisspieler. Bove, der eigens aus Rom angereist war, betonte: „Flavio hat sich das alles selbst erarbeitet, ich bin unglaublich stolz auf ihn.“ Auch Matilde, seine Freundin, war da, eine stille Konstante in seinem Leben, die die Anspannung des Finales kaum ertragen konnte und sich kurzzeitig auf den Platz retten musste.

Das Blau der Unterstützung war überwältigend. Nicht nur Freunde und Familie waren anwesend, sondern auch Großeltern, die ihren Enkel stolz bejubelten. Cobolli selbst, sichtlich berührt, sagte bei der Siegerehrung: „Ich kann euch nicht ansehen, ich fange an zu weinen.“ Die Erfahrung, ein Grand-Slam-Finale erreicht zu haben, bleibe unvergessen, egal wie das Ergebnis ausgehe.

Es ist mehr als nur ein Tennismatch. Es ist eine Geschichte von Familie, Freundschaft und dem unerschütterlichen Glauben aneinander – eine Geschichte, die in Paris mit einem Meer aus Azzurri-Blau geschrieben wurde.