Hummels kritisiert wm-trinkpausen: „absolut albern“
Rio de Janeiro – Mats Hummels, der gefeierte Weltmeister von 2014, hat in einem Gespräch mit MagentaTV scharfe Kritik an den verpflichtenden Trinkpausen bei der Fußball-Weltmeisterschaft geäußert. Seine Worte lassen aufhorchen und werfen Fragen nach dem Fluss des Spiels auf.
Ein spiel, das ins stocken gerät
Die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sind angewiesen, während der Halbzeiten eine dreiminütige Trinkpause einzulegen. Hummels findet, dass dies bei Temperaturen unter 25 Grad Celsius „absolut albern“ ist. „Bei um die 30 Grad angemessen, bei allem unter 25 Grad: absolut albern“, so der Verteidiger. Er wünscht sich, dass diese Regelung verschwindet, da sie seiner Meinung nach den Spielfluss stört und das Spiel beeinflusst.
Es ist nicht nur die Regel selbst, die Hummels stört, sondern auch die Art und Weise, wie sie umgesetzt wird. „So ein erzwungenes Time-out, künstlich, manchmal in Drangphasen einer Mannschaft hinein, das gefällt mir gar nicht“, erklärte er. Er beschreibt die Situation, in der Spieler kurz etwas trinken wollen und dann von den Schiedsrichtern zurück auf den Platz gewinkt werden, als „Werbepause – das weiß jeder“.

Taktisches time-out als lösungsvorschlag
Stattdessen schlägt Hummels vor, über die Einführung eines taktischen Time-outs pro Spiel und Trainer zu diskutieren. „Das wäre eine interessante Option“, meint er, da dies den Trainern mehr Kontrolle über den Spielverlauf geben würde, ohne den Spielfluss unnötig zu unterbrechen. Es ginge darum, den Teams die Möglichkeit zu geben, kurz durchzuatmen und sich neu zu orientieren, ohne das Spiel künstlich zu verlangsamen.
Die Kritik von Mats Hummels kommt zu einem passenden Zeitpunkt, während die Weltmeisterschaft in vollem Gange ist und die Diskussion über die Regeln und den Spielfluss des modernen Fußballs immer wieder neu entfacht wird. Ob seine Vorschläge Anklang finden und zu einer Änderung der Regeln führen werden, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Hummels hat mit seiner offenen Kritik eine wichtige Debatte angestoßen.
