Hsc hannover stolpert ins krisenjahr: tasdelen fordert rückkehr zum einfachen spiel
Null Tore, ein Punkt aus drei Spielen – der HSC Hannore taumelt durch die Rückrunde. Nach dem 0:3 beim Tabellenvorletzten Altona 93 droht dem Aufsteiger der Absturz in die Provinz, und Trainer Vural Tasdelen weiß: Gegen den Bremer SV am Sonntag zählt nur ein Sieg.

Tasdelen rüttelt seine mannschaft wach
Die Niederlage in Hamburg war kein Ausrutscher, sondern ein Klassiker im negativen Sinn. „Wir haben einen riesigen Schritt nach vorn liegen lassen“, sagt Tasdelen. Die Videoanalyse am Montag war kurz und schmerzhaft. Ergebnis: zu viele Einzelaktionen, zu wenig Ordnung, zu viel Hektik auf einem Rasen, der ohnehin schon unberechenbar war.
Die Statistik ist gnadenlos. Drei Monate Winterpause, drei Monate ohne Pflichtspiel, und dann diese Bilanz. Tasdelen wehrt sich gegen die Ausrede vom Wettkampfrhythmus: „Das gilt für alle.“ Fakt ist: Die Tore fallen nur auf der falschen Seite. Leander Baar fehlt mit dem doppelten Außenbandriss, Johann Wegner kämpft sich nach Rückenproblemen zurück. Ohne die beiden wirkt das Mittelfeld wie ein Schachbrett ohne Springer.
Die Erinnerung an das Hinrundenspiel gegen Bremen brennt noch. 1:4 trotz Führung, trotz Chancenplus. „Das steckt noch in den Köpfen“, gibt Tasdelen zu. Die Gäste werden tief stehen, auf Kontern lauern. Genau die Szenerie, in der Hannover zuletzt zerbrach.
Tasdelen fordert: „Zurück zu den Basics.“ Einfache Pässe, klare Räume, kein Pokerspiel. Die Mannschaft solle mutig auftreten, aber nicht ausschwärmen wie eine Schulmannschaft im Pokal. Das erste Tor des Jahres ist überfällig. Die Fans warten, der Trainer auch. Sonntag, 14 Uhr, heimischer Rasen. Entweder Hannover trifft – oder der Abstieg schlägt ein.
