Cheveyo tsawa zieht die reißleine: berater-wechsel forciert den fcz-abflug

Cheveyo Tsawa will weg. Der 21-jährige Mittelfeld-Routinier hat beim FC Zürich die Schnauze voll und hat sich dazu entschlossen, seinen Berater auszuwechseln. Der neue Mann an seiner Seite: Giacomo Petralito, ein Transfer-Macher, der Sonderaktionen liebt und in Italien gute Kontakte pflegt. Das Ziel: Ein Sommer-Deal, der dem FCZ die Kasse klingeln lässt und Tsawa endlich die Bühne bietet, die ihm seit Monaten zusteht.

Der junge mit 54 spielen, der kein junge mehr ist

54 Einsätze in der Super League, erst 21 Jahre alt – das ist keine Entwicklungsgeschichte, das ist ein Arbeitsverhältnis. Tsawa war nie ein Talent, das man brütend auf der Bank reifen lässt. Er war von Anfang an Mittelpunkt, Abräumer, Spielverdichter, Mann fürs Grobe. Doch gerade deshalb zieht er jetzt die Notbremse. Wer so früh so viel Verantwortung trägt, will keine Tröpfchen mehr, er will das volle Glas. Und das steht nicht in Zürich.

Im Winter war Pisa schon kurz davor, ihn abzuholen. Die Serie A, das versprach endlich Espresso statt Kappeler Milchkaffee. Doch die Ablöse passte nicht, der FCZ wollte mehr, Tsawa blieb. Jetzt also der Coup mit Petralito. Der Italiener versteht sein Handwerk. Er lotet Märkte aus, spielt Klubs gegeneinander aus und treibt Preise in Höhen, die selbst Banken staunen lassen. Fünf Millionen Franken soll Tsawa kosten. Für den Stadtklub eine Rettung, für Tsawa ein Ticket in die Freiheit.

Warum der fcz ihn ziehen lässt – und warum jetzt

Warum der fcz ihn ziehen lässt – und warum jetzt

Der FC Zürich ist pleite, das ist kein Geheimnis. Die Immobilien-Träume sind geplatzt, die Sponsoren zögern, und die Lizenz hängt am seidenen Faden. Tsawa ist plötzlich kein Spieler mehr, er ist ein Asset. Ein Asset mit Verfallsdatum, denn sein Vertrag läuft 2025 aus. Wer jetzt nicht verkauft, verliert im Winter alles. Tsawa weiß das. Der Klub auch. Deshalb schweigen beide Seiten offiziell, während hinter den Kulissen bereits Zahlen gewälzt werden.

Interesse aus England, Spanien und natürlich Italien liegt vor. Leeds United soll ein Scouting geführt haben, Atalanta schickte bereits zweimal Videoschnitte. Aber Petralito wird nicht den ersten Besten nehmen. Er wartet auf ein Angebot, das Tsawa nicht nur sportlich nach vorne bringt, sondern auch die fünf Millionen locker macht. Weil Tsawa selbst keine Zeit mehr hat. Er will spielen, er will international, er will endlich Titel. Und wenn der FCZ dabei mit einem Schlag wieder Luft bekommt, ist das ein Nebeneffekt, den keiner beschönigt.

Die Saison neigt sich dem Ende zu, die Meisterschaft ist entschieden. Für Tsawa beginnt jetzt die wichtigste Phase seiner Karriere. Nicht auf dem Platz, sondern daneben. In Büros, in Hotels, auf WhatsApp. Wer zuerst unterschreibt, bestimmt, wann er geht. Und wenn alles klappt, wie Petralito es plant, verabschiedet sich Tsawa im Sommer mit einem Koffer voller Hoffnung – und der FCZ mit einem Konto, das endlich wieder schwarze Zahlen zeigt.