Sturm graz: ingolitsch schimpft – lask-duell vor harter brocken!
Graz – Ein 0:0 gegen Hartberg, das schmeckt SK Sturm Graz-Coach Fabio Ingolitsch überhaupt nicht. Die Leistung seiner Elf war weit unter den Erwartungen, und die Kritik des Trainers ließ nicht lange auf sich warten. Vor dem brisanten Duell gegen den LASK droht der Vorsprung an der Tabellenspitze weiter zu schrumpfen.
Planlosigkeit und fehlende umsetzung
Ingolitsch ließ seiner Mannschaft nach dem müden Remis keine Schonung. Die Ursache für die erschlaffte Vorstellung liegt, laut dem Coach, in einer mangelnden Disziplin und dem Abweichen vom taktischen Plan. „Wenn jeder seine eigene Idee verfolgt, kommt man nicht zu einem funktionierenden Block“, so Ingolitsch, sichtlich frustriert. Die Spieler schienen nicht auf die vereinbarten Diagonalverlagerungen hinter die Kette zu setzen, und auch die Versuche, Bälle von der Halbspur in die Box zu bringen, blieben wirkungslos.
Die fehlenden Torchancen sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Sturm Graz wirkte im Angriff harmlos und fand kaum Mittel, das gegnerische Tor zu gefährden. Jon Gorenc Stankovic versuchte zwar, das Positive zu sehen („Wir sind immer noch Erster“), doch die Tatsache, dass Sturm nur einen Schuss aufs Tor brachte, während der LASK nun im Nacken sitzt, wirft einen langen Schatten.

Lask-duell: „da müssen wir uns gewaltig steigern“
Die kommende Woche hält für Sturm Graz eine doppelte Herausforderung bereit: Zuerst empfängt man den LASK, den ersten Verfolger, und kurz darauf folgt das Rückspiel in Linz. Ingolitsch sieht in diesen Spielen eine Standortbestimmung. „Der LASK hat individuell wahrscheinlich bessere Spieler, aber mit einer ähnlichen Idee. Sie haben auch gegen Salzburg einen ähnlichen Block wie Hartberg aufgestellt. Da müssen wir uns gewaltig steigern.“
Obwohl Sturm Graz bisher in der Meisterrunde ungeschlagen ist, mahnt Ingolitsch zur Vorsicht. „Wir wissen, dass wir schwer zu schlagen sind, aber das müssen wir auch beim LASK unter Beweis stellen.“ Dabei wird es entscheidend sein, wie sich die Offensive präsentiert. Die Stürmer von Sturm Graz haben in dieser Saison sichtlich zu kämpfen, und Seedy Jatta, mit vier Treffern der treffsicherste Stürmer im Kader, konnte auch am Sonntag nicht für die entscheidende Wende sorgen.
Hartberg zeigte Gegenwehr: In der zweiten Halbzeit war es Hartbergs Team, das die besseren Chancen hatte. Ein Kopfball von Konstantin Schopp traf zwar das Tor, doch der Schiedsrichter pfiff wegen eines Vorstoßes zurück. Sturm Graz-Coach Ingolitsch betonte, dass eine solche Entscheidung nicht immer getroffen wird. Auch TSV-Trainer Manfred Schmid warf einen Blick auf ein mögliches Handspiel von Jatta vor dem Schuss, bei dem er einen Elfmeter gefordert hätte.
Schmid zeigte sich stolz auf das Unentschieden. „Wir waren phasenweise das bessere Team“, sagte er. Ob die Leistung gegen Rapid fortgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Der Blick gilt jedoch vorerst dem Duell gegen den LASK – ein Spiel, das für Sturm Graz mehr als nur drei Punkte bedeuten könnte.
