Hischier schlägt zurück: devils zerlegen rangers 6:3 und jagen die spitze
66 Sekunden. So lange dauerte es, bis die Prudential Center-Decke einzustürzen drohte. Nico Hischier traf früh, die Rangers antworteten mit zwei schnellen Haken – und dann drehte Jack Hughes am Ventil: drei Tore, ein Hattrick, ein Statement. Die New Jersey Devils schossen sich in 60 Minuten vom Derby-Favoriten zur Titelmaschine und feiern den vierten Sieg in Serie. 6:3 gegen die Rangers, 6:3 gegen die Zweifel.
Der matchplan: erst wackeln, dann zuschlagen
Die Devils begannen verrückt, fielen durch die eigene Tür, standen plötzlich 1:2 hinten. Dawson Mercer sorgte noch vor der ersten Sirene für 2:2, doch das war nur die Vorbereitung auf das, was kommen sollte. Im zweiten Drittel tauschten beide Teams Treffer wie Visitenkarten, aber im Schlussabschnitt nahm New Jersey das Heft in die Hand. Hischier schob die Scheibe zum 4:3 ins Netz, Hughes legte nach, Meier und Siegenthaler blockierten jeden Zugang zum eigenen Tor. Die Rangers? Ratlos. Die Devils? Lautstark.

Schweizer szene: josi punktet, moser jubelt, kurashev schaut zu
Während sich Hischier in New Jersey feiern lässt, sammeln die Schweizer Kollegen Punkte anderswo. Roman Josi bereitete beim 2:3 der Predators in Buffalo den späten Anschlusstreffer vor – zu spät, aber wichtig für die Moral. Janis Moser stand 18:44 Minuten auf dem Eis, als die Lightning in Toronto die Leafs mit 5:2 zerlegten und ihre Negativserie beendeten. Philipp Kurashev dagegen durfte zusehen: Coach Warsofsky setzte auf „frische Beine“, was für den Stürmer heißt: Tribüne statt Eis. Seine Form? Drei Punkte in den letzten vier Spielen – die Bank war taktisch, nicht leistungsbedingt. Gegen Buffalo am Mittwoch dürfte er zurückkehren.

Was das heute bedeutet
Die Devils haben 46 Punkte, liegen zwei Zähler hinter den führenden Rangers und haben zwei Spiele weniger absolviert. Die Playoff-Luft wird dünner für die Konkurrenz. Hughes führt die Scorerwertung an, Hischier liefert Clutch-Tore – und das, obwohl der Kader noch nicht vollzählig ist. Tampa Bay atmet auf, Nashville sammelt Lehrgeld, San Jose wartet auf den nächsten Versuch. Die NHL schlägt zurück – und die Schweizer sind mittendrin, nicht nur dabei.
Die Devils sind nicht mehr nur heiß, sie sind brennbar. Und wenn sie so weiterspielen, fliegt bald der eine oder andere Favorit aus der Titelrunde. Die Saison ist noch lang, aber das Statement steht: New Jersey ist zurück in der ersten Reihe. Die Rangers wissen jetzt, wie sich das anfühlt – und der Rest der Liga auch.
