Stützle schießt ottawa-senatoren mit sechstor-express playoff-richtung

Tim Stützle hat Seattle mit einem Sahneschlenzer in den Schädel getroffen und die Ottawa Senators im Playoff-Rennen wieder auf Kurs gebracht. Beim 7:4 in der Climate Pledge Arena schraubte der 22-Jährige den zwischenzeitlichen Stand auf 6:2 und brach damit das Genick der Kraken.

Deutscher dreh- und angelpunkt im dritten drittel

Das Spiel war zur Hälfte noch offen, doch als Stützle in der 47. Minute den Puck aus dem Slot versenkte, war die Luft raus. Seattle-Goalie Joey Daccord musste sieben Mal hinter sich greifen – ein Debakel, das die Kraken noch tiefer in die Krise stürzt. Für Stützle war es bereits sein 26. Saisontreffer, der ihn in Reichweite der 30-Marke hält.

Die Senators festigen mit dem Sieg Rang sieben im Osten, nur zwei Punkte hinter Tampa Bay. Die Playoff-Luft wird dünner – und genau das treibt Stützle an. „Wir wissen, dass jeder Punkt zählt. Heute haben wir gezeigt, dass wir bereit sind, über Leichen zu gehen“, sagte er nach dem Spiel locker, aber mit Glut in den Augen.

Weit weniger Grund zur Freude hatte Philipp Grubauer. Der deutsche Nationalkeeper blieb bei Seattle die gesamte Partie auf der Bank – ein Zeichen dafür, dass Coach Dan Bylsma momentan auf Daccord setzt. Die Frage ist nur, wie lange noch, wenn der 31-Jährige sieben Gegentore kassiert.

Peterka gewinnt, bleibt aber blass

In Columbus hingegen ging J.J. Peterka mit den Utah Mammoth als 5:4-Sieger nach Verlängerung vom Eis – ohne Scorerpunkt. Der 21-jährige Flügelspieler kam auf 14 Minuten Eiszeit, schoss zweimal aufs Tor, blieb aber ohne Treffer. Die Mammoth festigen Platz fünf im Westen, doch Peterka wird sich steigern müssen, wenn er in den Playoffs mitmischen will.

Für die deutsche NHL-Community bleibt Stützle derzeit der Leuchtturm. Mit 59 Punkten liegt er nur zwei hinter Draisaitl – und das bei fünf Spielen weniger. Die Frage ist nicht mehr, ob er zum All-Star wird, sondern wann er die deutsche Marke von 40 Treffern in einer Saison knackt. Die letzte deutsche 40-Tore-Saison? Marco Sturm, 2005/06. 20 Jahre später könnte Stützle diese Latte endlich wieder anheben.