Stützle schießt senators richtung playoffs – grubauer bleibt kaltgestellt

Tim Stützle schoss, Ottawa jubelt – und Philipp Grubauer saß zwischen den Scheiben, ohne auch nur einmal zu zucken. Während der deutsche Superstar der Senators beim 7:4 in Seattle das 6:2 erzielte und seinem Team Luft im Playoff-Kampf verschaffte, blieb der ehemalige Stanley-Cup-Champion auf der Bank der Kraken trocken. Kein Einsatz. Keine Paraden. Keine Erklärung.

Stützle trifft, daccord kassiert – grubauer schaut zu

Die Zahl, die alles sagt: sieben Gegentore. Alle gegen Joey Daccord. Der US-Goalie bekam die volle Breitseite ab, aber Trainer Dan Bylsma zog nicht den Hebel für Grubauer. Stattdessen ließ er seinen deutschen Torhüter in der Kabine schmoren. Für Stützle war es der 25. Saisontreffer – und ein Statement: Er will die Postseason, koste es, was es wolle. Ottawa liegt nach dem Sieg nur noch zwei Punkte hinter dem letzten Playoff-Platz in der Eastern Conference.

Die Kraken? Sie wirken wie ein Team, das seine Identität verloren hat. Auch weil die einstige Nr. 1 im Kasten plötzlich zur Zuschauerin wurde. Grubauer war in Seattle einst der Held der ersten Stunde, nun ist er ein Luxus-Reservist mit einem Vertrag, der bis 2027 läuft – und einem Vertrauensvorschuss, der längst aufgebraucht scheint.

Denn wer zwei deutsche Torhüter im Kader hat, aber nur einen spielen lässt, der schickt ein Signal. Nicht nur an Grubauer, sondern an die gesamte Liga: Hier zählt der Moment, nicht die Historie.

Peterka gewinnt, bleibt aber blass

Peterka gewinnt, bleibt aber blass

In Columbus ging es für J.J. Peterka und die Utah Hockey Club bis in die Verlängerung. 5:4 – ein knapper Erfolg, der die Mammoths im Rennen um die Wildcard hält. Peterka blieb ohne Tor, ohne Assist. Statistisch gesehen: ein Leerlauf. Aber er spielte 17:37 Minuten, setzte drei Schüsse aufs Tor und blockierte zwei. Kleine Arbeit, große Wirkung. Auch das ist Playoff-Eishockey.

Die Botschaft des Abends: Deutsche Skates sind in der NHL überall – nur nicht immer im Rampenlicht. Während Stützle die Scheibe versenkt, bleibt Grubauer im Schatten. Und Peterka? Der kämpft sich durch, ohne dass es in die Tabelle fällt. Drei Geschichten, ein Sport. Und alle drehen sich um das gleiche Ziel: April. Playoffs. Oder nichts.