Handball-ikone kündig beendet karriere: neuanfang im nachwuchs!

Ein Kapitel im Schweizer Handball geht zu Ende: Kerstin Kündig, eine prägende Figur des Frauenhandballs, wird nach der Saison 2025/26 ihre aktive Karriere beenden. Der Verlust für den Schweizer Verband ist enorm, aber die 31-Jährige wird dem Sport in einer neuen Rolle erhalten bleiben.

Rückblick auf eine glanzvolle karriere

Kündigs Erfolgsliste liest sich wie ein Who’s who des europäischen Handballs. Fünfmal wurde sie zur Schweizer Spielerin des Jahres gewählt, absolvierte 114 Länderspiele mit 289 Toren und feierte zahlreiche Titel im In- und Ausland. Ihre Zeit beim Thüringer HC und der SG BBM Bietigheim in Deutschland, sowie der Wechsel zu Viborg HK in Dänemark, prägten ihre Entwicklung zu einer Weltklasse-Handballerin. Besonders hervorzuheben ist das Bundesliga-Double mit Bietigheim im Jahr 2023 und der Triumph in der EHF European League 2025 – Erfolge, die ihre Vielseitigkeit und ihren unbedingten Siegeswillen unterstreichen.

Die aktuelle Saison krönte Kündigs Leistungen noch einmal. Als Schlüsselspielerin von GC Amicitia Zürich erzielte sie 75 Tore und führte ihr Team als Tabellenführer in die Hauptrunde. Der Gewinn des Mobiliar Handball Cups im Februar 2026, der erste seit 21 Jahren, war der Höhepunkt einer herausragenden Teamleistung, in der Kündig eine zentrale Rolle spielte. Auch international zeigte sich das Team in der EHF European League von ihrer besten Seite.

Neues kapitel im zürcher nachwuchs

Neues kapitel im zürcher nachwuchs

Doch Kündig hängt nicht die Schuhe an den Nagel, sondern widmet sich einer neuen Herausforderung. Nach ihrer Rückkehr zu GC Amicitia Zürich im Sommer 2025 übernimmt sie künftig Aufgaben im Nachwuchsbereich. „Ich weiß nicht, ob es den perfekten Zeitpunkt gibt“, so Kündig in einer Vereinsmitteilung, „aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass jetzt der Moment gekommen ist, meine aktive Karriere zu beenden.“ Sie freut sich darauf, ihr Handballwissen an die nächste Generation weiterzugeben und so den Schweizer Handball langfristig zu stärken. Die Entscheidung ist reif, ihre Erfahrung und ihr Fachwissen sollen nun junge Talente fördern und prägen.

Die Zahlen sprechen für sich: 253 Spiele in der höchsten Schweizer Spielklasse und 923 Tore. Eine Karriere, die von Leidenschaft, Disziplin und dem unermüdlichen Streben nach Erfolg geprägt war. Kerstin Kündig hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Aber ihre neue Rolle im Zürcher Nachwuchs verspricht, dass ihr Einfluss auf den Schweizer Handball noch lange spürbar sein wird. Denn wer besser als eine Handball-Legende, um die Stars von morgen zu formen?