Guardiola lost die beherrschung: var-attacke vor dem entscheidenden spiel!

Manchester – Pep Guardiola, der sonst so besonnene Coach von Manchester City, ist vor dem Premier-League-Duell gegen Crystal Palace völlig aus der Bahn geraten. Seine harsche Kritik am Schiedsrichterwesen und insbesondere am Video Assistant Referee (VAR) sorgt für Aufsehen und wirft Fragen auf, wie sich diese Gemütsverfassung auf die Leistung seiner Mannschaft auswirken wird.

Die bittere vergangenheit: fehlentscheidungen im fa-cup

Guardiolas Wut ist kein spontaner Ausbruch, sondern das Ergebnis einer langen Frustration. Er erinnert an die beiden verlorenen FA-Cup-Finals, bei denen seiner Meinung nach Schiedsrichterentscheidungen gegen seine Mannschaft entscheidend waren. „Sogar der VAR hat seine Arbeit nicht gemacht!“, polterte er, was die Brisanz der Situation noch weiter anheizt. Die Erinnerung an diese verlorenen Endspiele sitzt tief, und Guardiola scheint das Vertrauen in die Unparteilichkeit der Offiziellen komplett verloren zu haben.

Doch es geht um mehr als nur vergangene Unzulänglichkeiten. Die Diskussion um das aberkannte Tor von Arsenal gegen West Ham am vergangenen Wochenende hat die Gemüter zusätzlich erhitzt. Guardiola sieht darin einen weiteren Beleg für die Ungerechtigkeit, die im englischen Fußball herrscht. „Ich habe seit meiner Ankunft hier nie irgendetwas vertraut“, erklärte er unmissverständlich, was eine bemerkenswerte Aussage eines Trainers seines Kalibers ist.

Var als „münzwurf“: guardiola zweifelt an der technologie

Var als „münzwurf“: guardiola zweifelt an der technologie

Besonders hart ausging Guardiola gegen das VAR-System selbst. Er bezeichnete es als „einen Münzwurf“, was die Willkürlichkeit der Entscheidungen unterstreicht. Die Technologie, die eigentlich für mehr Gerechtigkeit sorgen sollte, wird von Guardiola als Quelle weiterer Ungewissheiten wahrgenommen.

Aber Guardiola macht seine Mannschaft nicht zu Sündenböcken. Er betont, dass City trotz möglicher Fehlentscheidungen besser spielen muss. „Wenn sowas passiert, dann müssen wir besser sein“, mahnte er, und forderte von seinen Spielern, die Verantwortung zu übernehmen.

Das Spiel gegen Crystal Palace wird zur Zitterpartie, denn der Schiedsrichter Stuart Attwell, der bereits das umstrittene FA-Cup-Finale gegen Palace leitete, ist erneut im Einsatz. Diese Personalie dürfte Guardiola zusätzlich auf die Palme bringen. Er betonte, dass man sich nicht auf äußere Umstände verlassen dürfe, aber die Wiederholung dieser Situation ist natürlich alles andere als ideal.

Guardiola mahnte zudem zur Konzentration. „Je weniger sich die Premier League in Entscheidungen einmischt, desto besser ist es für uns alle“, sagte er. Der Fokus muss auf der eigenen Leistung liegen, denn im engen Titelkampf darf man keinen Punkt liegen lassen. „Ich habe immer gelernt: Wenn du den Fokus verlierst, befindest du dich in einer gefährlichen Situation.“

Die Skyblues stehen vor einer enormen Herausforderung. Sie müssen gegen Crystal Palace gewinnen, um den Anschluss an Arsenal im Meisterschaftskampf zu halten. Sollten sie scheitern, könnte Arsenal einen weiteren großen Schritt Richtung Titelgewinn machen. Die Partie verspricht Spannung pur, und es bleibt abzuwarten, ob Guardiolas Wutrede seine Mannschaft beflügeln oder lähmen wird.