Segel-wm: australien dominiert – america’s cup herausforderung nimmt gestalt an!
Die SailGP World Tour ist auf der Zielgeraden, und die australischen Segler um Tom Slingsby zeigen derzeit eine beeindruckende Form. Nach dem Sieg in Bermuda festigen sie ihre Führung, während die Vorbereitungen für die America’s Cup 2027 in Neapel in vollem Gange sind – und die Aussichten für ein australisches Team werden immer rosiger.
Bermuda sail grand prix: bonds flying roos im aufwind
Das Apex Group Bermuda Sail Grand Prix war ein Spektakel, bei dem zehn von dreizehn Teams an den Start gingen. Die brasilianische, schwedische und neuseeländische Crew mussten kurzfristig absagen, was die Spannung zwar etwas minderte, aber das Rennen um die Spitze keineswegs beeinflusste. Die australischen Bonds Flying Roos demonstrierten ihre Überlegenheit, gewannen sowohl die Regatten der Flotte als auch das Finale gegen die starken Spanier Los Gallos und die überraschenden Deutschen Germany by Deutsche Bank. Letztere profitieren von einem außergewöhnlichen Team, angeführt vom Mediziner und zweifachen olympischen Bronzemedaillengewinner im 49er, Erik Heil, und dem erfahrenen französischen Segler Kevin Peponnet.

Red bull italy kämpft – america’s cup hoffnungen schwinden
Die italienische Crew Red Bull Italy hatte in Bermuda mit technischen Problemen zu kämpfen und landete auf dem siebten Platz. „Wir hatten schwierige Tage mit der Reparatur einiger Systeme vor dem Start und hydraulischen Problemen vor dem Finale“, erklärte Skipper Phil Robertson. Obwohl das Team weiterhin an seiner Entwicklung arbeitet, scheint der Sprung aufs Podium in dieser Saison unwahrscheinlich. Die Distanz zu den führenden Teams, insbesondere zu Los Gallos, beträgt bereits 18 Punkte.

Slingsby an der spitze: die australische america’s cup herausforderung
Doch der wahre Clou liegt in den Aussichten für die America’s Cup 2027. Tom Slingsby, Skipper der Bonds Flying Roos, soll die australische Herausforderung leiten. Das Royal Prince Edward Yacht Club in Sydney hat die Verantwortung übernommen, und hinter dem Team steht die einflussreiche Familie Winning, die in der australischen Segel- und Geschäftswelt eine Legende ist. John Winning Jr., der Sohn, ist nicht nur CEO des Winning Group, sondern auch ein erfahrener Segler, der 2022 mit dem Andoo Comanche bereits die Sydney-Hobart-Regatta gewann. Die Winning-Familie hat eine lange Tradition im Segelsport, und Slingsbys Expertise als Goldmedaillengewinner bei Olympia 2012 und Stratege bei Oracle im Jahr 2013, als das Team New Zealand sensationell umdrehte, macht ihn zu einem idealen Kandidaten.
Die australische Herausforderung ist nicht neu in der America’s Cup Geschichte. 1983 gelang es dem Team Australia II unter der Führung von Alan Bond, nach 132 Jahren den amerikanischen Dominanz zu beenden – ein Triumph, der bis heute in den Annalen des Segelsports gefeiert wird. Mit Slingsby und der Unterstützung der Winning-Familie scheint die australische Segelgemeinde bereit, diese glorreiche Ära wiederzubeleben.
