Furlani: auf dem weg zum rekord – jacobs' inspiration und die chinesische herausforderung

Shaoxing, China – Mattia Furlani, der Shootingstar des italienischen Weitsprungs, hat seine Reise nach China fortgesetzt und bereitet sich auf die Diamond League-Auftritte in Shaoxing und Xiamen vor. Der 21-jährige Reatino, der bereits bei den Hallenweltmeisterschaften in Nanjing triumphierte, blickt selbstbewusst, aber auch fokussiert auf die bevorstehenden Herausforderungen.

Die faszination asien und die vorbereitung im detail

Furlani zeigte sich begeistert von seiner erneuten Zeit in China. „Ich schätze die Kultur und die Menschen sehr, wie eigentlich alle asiatischen Kulturen“, erklärte er. Die zwölf Tage in China sollen ihm nicht nur die Möglichkeit geben, sich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen, sondern auch, die kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen – sofern die Qualität stimmt. Nach Shaoxing geht es weiter nach Xiamen, wo er seine Vorbereitung intensivieren möchte.

Die Reise nach Miami diente dazu, Sponsorenverpflichtungen zu erfüllen, eine Erfahrung, die er bereits im Vorjahr gemacht hat. Er verpasste dabei leider die Chance, seinen Freund Kimi Antonelli, den GP-Sieger von Miami, zu sehen. „Kimi ist ein echter Champion“, lobt Furlani, der sich in Antonellis Karriere wiederfindet. Die Unterstützung seiner Familie, ähnlich wie bei ihm durch seine Mutter Khaty, spiele dabei eine entscheidende Rolle.

Die Mutter als Trainerin und das Team Khaty Furlani, seine Mutter und Trainerin, begleitet ihn wie immer, ebenso wie sein Bruder Luca, sein Freund Stefano Colantoni und der Physiotherapeut Carlo Ranieri. Ein Trainingslager in Teneriffa Anfang April verlief vielversprechend, wo auch seine Schwester Erika, die nach der Mutterschaft wieder ins Training einsteigt, dabei war.

Neue impulse im training und die ziele für die saison

Neue impulse im training und die ziele für die saison

Im Training wurden wichtige Anpassungen vorgenommen, um die Geschwindigkeit zu erhalten. „Wir konzentrieren uns besonders auf die letzten beiden Anlaufschritte und den Absprung“, erläutert Furlani. Die Kraftarbeit im Fitnessstudio und die Feinabstimmung der Technik auf der Tartanbahn sollen ihm zu neuen Bestleistungen verhelfen. Das Ziel ist klar: Die Vorbereitung auf das Golden Gala Meeting am 4. Juni in Rom, das er sich besonders zum Herzen nimmt. Dieses Meeting soll der Auftakt zu einer erfolgreichen Saison sein, mit den Europameisterschaften in Birmingham im August und den Ultimate Championships in Budapest im September als Höhepunkten.

Obwohl der amtierende Hallenweltmeister Baldè in Rom fehlt, warten in China und später in Xiamen starke Konkurrenten wie Saranoyukov, Pinnock und Gayle. Besonders Saranoyukov, ein gleichaltriger Rivale, der ihm am nächsten ist, wird eine ernstzunehmende Herausforderung darstellen. „Wir kennen uns gut, haben uns oft im Jugendbereich gemessen und stehen in Kontakt“, so Furlani.

Der Traum vom Rekord und die Inspiration durch Jacobs Der italienische Rekord von Andrew Howe (8,47 Meter) ist ein ständiges Ziel. „Ich glaube, dass ich dazu in der Lage bin und nutze jede Gelegenheit, um ihn zu knacken“, erklärt Furlani. Auch in China könnte der Moment gekommen sein. Die Karriere von Marcell Jacobs, den er als „Inspiration“ bezeichnet, motiviert ihn zusätzlich. Jacobs befindet sich in guter Verfassung und könnte bald wieder an den Start gehen. Furlani träumt sogar davon, bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles in der 4x100-Meter-Staffel zu laufen, wo er im Geiste an Carl Lewis erinnert, der dort 1984 seine legendären Leistungen vollbrachte.