Giménez blickt trotz kreuzbanddrama nach vorn – rückkehr zu cruz azul fix eingeplant

Santiago Giménez spricht offen über die lange Leidenszeit. Vier Monate ohne Ball, ohne Torjubel, ohne Milan. „Ich hatte riesige Erwartungen, dann riss das Kreuzband“, sagt der Stürmer im Interview mit Record México. Die Saison war nach zehn Spielen als Führungskraft vorbei.

Der 24-Jährige erinnert sich an die Nacht, in der alles kippte. Tabellenführer, persönlich in Form, das Stadion sang seinen Namen. „Dann kam die Diagnose. Operation. Pause. Es war, als würde jemand den Stecker ziehen“, erzählt er. Die Reha verlief ohne Komplikationen, doch die Uhr tickte. Milan rutschte ab, die Titelchance schrumpfte.

Comeback in serie a nur noch formsache

Mittlerweile läuft er wieder durch die Milanello-Katakomben. „Ich bin bei 90 Prozent, vielleicht 92“, sagt er und lacht das erste Mal im Gespräch. Stefano Pioli plant ihn für die letzten fünf Partien ein. Das Lazio-Spiel gilt als möglicher Termin. Die medizinische Abteilung will keine Risiken eingehen, das Knie soll bis Juli belastbar sein – dann startet Mexikos Gold-Cup-Vorbereitung.

Doch hinter der Frage „Wann?“ lauert eine andere: „Wohin?“ Giménez macht keinen Hehl aus seinem langfristigen Ziel. „Ich liebe Europa, die Champions-League-Hymne lässt mich nicht los. Aber irgendwann, in vielen Jahren, werde ich zu Cruz Azul zurückkehren. Das ist kein Wunsch, das ist ein innerer Terminkalender.“

Die Zahlen sprechen für sich: 37 Tore in 99 Pflichtspielen für La Máquina, zwei Liga-Titel, eine Leidenschaft, die Mexiko-Stadt erbeben ließ. „Diese Zeit prägt dich fürs Leben. Die blaue Maske, die Azteken, die Südcurva – das vergisst du nie“, sagt er. Milan zahlte 2023 18 Millionen Euro Ablöse, Cruz Azul sicherte sich 20 Prozent einer möglichen Weiterverkaufsklausel. Ein Kreis, der sich schließen soll.

Milan braucht seine killer-instinkt jetzt sofort

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Die Luft am San Siro wird dünn. Nach dem 0:2 in Rom droht Platz fünf, die Königsklasse rückt aus dem Blickfeld. Giroud ist 37, Jović zeigt nur Blitze. Giménez‘ Rückkehr könnte die letzte Zündung sein. „Ich weiß, was auf dem Spiel steht. Milan hat mich zu einem besseren Stürmer gemacht, jetzt will ich zurückzahlen“, sagt er. Die Fans spekulieren bereits: Debüt gegen Sassuolo? Ein Treffer in der 94. Minute, genau wie damals gegen Puebla? Die Szene kursiert als GIF auf Twitter, Millionen Views, endlos loopend.

Angelika Klein, TSV Pelkum Sportwelt