Vozenilek flüchtet zurück nach trinec – zug verliert torjäger mitten im playoff-kampf
Daniel Vozenilek packt seine Schlittschuhe und flüchtet aus der Schweiz. Der tschechische Stürmer verabschiedet sich nach nur einer Saison vom EV Zug und unterschreibt beim HC Ocelari Trinec bis 2028. Die Zentralschweizer verlieren damit ihren besten Laufstrichler der Vorrunde – und das, während sie sich gerade für die Playoffs warmmachen.
Elf spiele, elf tore – dann die kalte dusche
Vozenilek sorgte zwischen dem 5. Oktober und 2. November 2024 für Furore. Elf Partien, elf Bullets im Netz – eine Serie, die selbst in der NHL selten ist. Die Fans sangen sein Lied, die Scheibe schien magnetisch auf seinen Schläger zu fliegen. Doch die Zahlen danach zeigen: Es war ein Strohfeuer. In 93 NL-Einsätzen kam der 30-Jährige auf nur 20 Treffer und 31 Assists. Mit 0,55 Punkten pro Spiel lag er unter den Erwartungen, die ein Zweijahresvertrag mit NHL-Outklausel mit sich bringt.
129 Strafminuten sprechen eine eigene Sprache: Vozenilek spielte mit Feuer, aber auch mit Risiko. Zweimal scheiterte er mit dem EVZ im Viertelfinal am HC Davos – ein Trauma, das sich in Zug wie ein Fluch fortsetzt.

Trinec holt das eigengewächs zurück
Jan Peterek, Sportdirektor der Ocelari, kann sein Glück kaum fassen: „Dan kennt unsere DNA. Er ist hier groß geworden, hat sich den Weg in die Nationalmannschaft erkämpft und wird sofort wieder zu Hause sein.“ Die Fans in Trinec feiern den Return des Sohns bereits auf Social Media – sie wissen: Vozenilek liefert in der Extraliga andere Zahlen als in der Schweiz. In 217 tschechischen Spielen vor seinem Abstecher in die NL erzielte er 82 Tore. Die Erwartung: Er wird wieder zum Spielmacher statt zum Nebendarsteller.
Für den EV Zug bleibt ein Loch. Kein anderer Forward der aktuellen Truppe verfügt über dieselbe Schnelligkeit im Slot. Trainer Norm Milley muss nun auf die jungen Kanonen aus dem Farmteam setzen – oder doch noch im Transferfenster zuschlagen. Die Deadline rückt näher, die Konkurrenz aus Davos und Zürich schläft nicht.
Die Moral von der Geschichte? Selbst ein Torrausch im Herbst garantiert keine Zukunft im Frühling. Vozenilek packt seine Koffer – und lässt in Zug eine Spur aus verpassten Chancen zurück.
