Heidenheim kämpft bis zum schluss: 5000 fans stürmen münchen!
Der 1. FC Heidenheim steht vor dem wohl entscheidenden Spiel der Saison: Das Auswärtsspiel beim FC Bayern München könnte das Schicksal des Teams im Abstiegskampf besiegeln. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt – und sie wird von 5000 treuen Fans untermauert, die ihre Mannschaft nach München begleiten.

Ein blick auf die ausgangslage: mehr als nur ein spiel
Schon letzte Woche drohte der Abstieg, und dieses Wochenende könnte der kritische Punkt erreicht sein. Bei einer Niederlage gegen den bereits feststehenden Meister Bayern München hängt alles von der Parallelpartie zwischen dem FC St. Pauli und dem FSV Mainz 05 ab. Gewinnt Pauli, wäre der Fall für Heidenheim besiegelt. Ein Szenario, dem sich Trainer Frank Schmidt stellen muss.
„Mehr Außenseiter können wir nicht sein“, grinst Schmidt, der dennoch voller Zuversicht ist. Der Fokus der Bayern liegt zwar auf dem Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain, doch das bedeutet nicht, dass die Münchner das Duell mit Heidenheim unterschätzen werden. „Die Bayern werden uns nicht unterschätzen, das weiß ich. Die Chance liegt bei null – aber wir werden kämpfen.“
Personelle Engpässe belasten das Team zusätzlich. Leart Paqarada und Sirlord Conteh fehlen weiterhin verletzungsbedingt, und auch hinter Mathias Honsak steht ein Fragezeichen. Christian Conteh muss sich aufgrund einer Beerdigung im Familienkreis abmelden.
Schmidt appelliert an den Glauben seiner Mannschaft: „Wir werden versuchen, den Glauben zu haben, dass man an einem perfekten Tag etwas holen kann. Es ist die Grundvoraussetzung, Glauben und Mut zu haben, um überhaupt eine Chance zu haben.“ Das Team müsse an das absolute Maximum kommen, in allen Bereichen. „Und das wird immer noch nicht reichen, denn dann brauchen wir noch die Portion Glück.“
Als Vorbild dient der FC Augsburg, der als einzige Mannschaft in dieser Saison die Bayern schlagen konnte (2:1). Schmidt weiß, dass ein permanenter Angriff nicht möglich ist: „Wenn wir nur versuchen, unser Tor zu verteidigen, dann wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Bayern ein Tor schießen werden.“ Die Bayern-Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: 60 Tore zu Hause, lediglich 15 Gegentore – ein Durchschnittssieg von 4:1.
Doch Schmidt betont: „Deswegen hoffen wir, dass alle diese wichtigen Eigenschaften an diesem einen Tag zusammenkommen.“
Die Fans im Rücken sind ein zusätzlicher Ansporn. Schmidt erklärt: „Allein wegen der Fans muss die Leistung stimmen. Das sind nicht wir, das bin nicht ich. Wir müssen aus dem Spiel herausgehen und sagen können, dass wir alles probiert haben.“
Eine Niederlage liege „mehr als im Bereich des Möglichen“, räumt Schmidt ein. „Dann müssen wir hoffen, damit wir in den letzten beiden Spielen noch eine rechnerische Chance haben.“ Doch die Heidenheimer werden alles daran setzen, die letzte Hoffnung auf den Relegationsplatz am Leben zu erhalten – zum Leidwesen der Bayern und zur Freude der mitgereisten Anhänger.
