Frankfurt patzt erneut im rennen um europa – augsburg feiert den klassenerhalt
Die Europa-Träume der Eintracht bekommen Risse. Beim 1:1 in Augsburg versiegen die Punkte, der Anschluss an Rang sieben droht zu kippen. Der FCA dagegen kann schon jetzt durchatmen – und das nach 90 Minuten, in denen seine Mannschaft den Frankfurtern die Grenzen aufzeigte.
Riera wollte eine mannschaft sehen – was er bekam, war ein rucken
Albert Riera hatte vor dem Anpfiff gefordert, „eine Mannschaft“ zu sehen. Stattdessen sah der Trainer ein Kollektiv, das erst reagierte, als es zu spät schien. Anton Kade nutzte einen Konter, nachdem Michael Gregoritsch den Pfosten traf, und ließ Kevin Trapp im Frankfurter Tor keine Chance. Die SGE-Defensive stand wie gelähnt, die Augsburger jubelten erneut – vier Spiele ohne Niederlage, die Serie lebt.
Im zweiten Durchgang drehte Frankfurt auf, aber die Chancenverwertung blieb ein Stolperstein. Can Uzun rutschte weg, Hugo Ekitiké scheiterte an Finn Dahmen, und die Nervosität wuchs. Die Rettung kam ausgerechnet vom Joker: Ritsu Doan, frisch eingewechselt, zog aus spitzem Winkel ab – Innenpfosten, Tor, Ausgleich. Die Antwort auf die Drangphase, aber kein Sieg.

Freiburg lauert, die eintracht zittert
Mit 48 Punkten bleibt Frankfurt auf Rang acht hängen. Schafft Freiburg heute in Dortmund den Sprung, liegen drei Zähler zwischen den Kontrahenten – bei nur zwei Spieltagen ist das ein Abgrund. Die Frankfurter Bank schwieg nach dem Schlusspfiff, die Gesichter grau. „Wir haben wieder zu spät begonnen“, murmelte Ritsu Doan, als er die Mixed Zone passierte. Die Worte klangen wie ein Déjà-vu nach dem 1:3 gegen Leipzig.
FCA-Coach Jess Thorup dagegen strahlte. „Wir haben den Klassenerhalt gesichert, aber wir wollen mehr“, sagte er und schob nach: „Diese Jungs haben Herz gezeigt.“ Für Augsburg geht es nun darum, die Saison mit erhobenem Haupt zu beenden. Für Frankfurt heißt es: gewinnen oder Europa verpassen. Die Uhr tickt lauter als je zuvor.
