Getafe feiert 250. laliga-sieg – und espanyol ist wieder das opfer

250 Siege in der spanischen Primera División: Getafe hat diese Marke am Wochenende geknackt. Das Besondere daran? Der erste und der jüngste Erfolg gingen gegen denselben Gegner: Espanyol Barcelona. Ein Déjà vu mit 15 Jahren Verspätung.

Vom coliseum bis zum rcde stadium – ein kreis schließt sich

Vom coliseum bis zum rcde stadium – ein kreis schließt sich

2008 landete Quique Sánchez Flores mit Getafe einen 2:1-Heimsieg gegen die „Pericos“. Am Samstag nun beendete José Bordalás’ Mannschaft dieselbe Nummer – diesmal auswärts mit 2:0. Die Konstante: Espanyol, stets an der falschen Adresse, wenn Getafe Geschichte schreibt.

789 Spiele brauchte der Klub, um auf 250 Erfolge zu kommen. Die Bilanz liest sich so: 213 Remis, 326 Niederlagen, 849 Tore erzielt, 991 kassiert. Die Siegquote: 31,6 %. Kein Spitzenwert, aber solide für einen Verein, der sich zwischen Erst- und Zweitligaexistenz jahrelang hin und her geschaukelt hat.

Die beste Saison lieferte Michel in 2009/10 ab: 17 Siege, Platz sechs – und erstmals Europa. Das Tief folgte 2021/22: nur acht Erfolge, Abstieg. Heute, nach 29 Spieltagen, stehen schon elf Siege zu Buche. Neun Spiele bleiben, neun Chancen, den Bestwert zu übertreffen. Die Europa-League-Ränge sind zwei Punkte entfernt.

Getafe hat sich gewandelt. Die Zeiten der wilden Transfers und Trainer-Rochaden sind vorbei. Bordalás setzt auf eine aggressive, kompakte 4-4-2-Block-Struktur, auf Standards, auf zweite Bälle. Die 250. LaLiga-Party war kein Zufall, sondern die logische Folge einer klubeninternen Philosophie, die auf Beständigkeit setzt. Espanyol war nur der passende Festredner.