Ferran-torres-drama: flick lässt ihn vier mal hintereinander auf der bank – und das war's noch lange nicht

Vier Spiele, vier Mal Einwechslung, vier Mal kein Tor. Ferran Torres sitzt beim FC Barcelona auf der Bank, und das ist kein Sommermärchen, sondern ein knallharter Realitätscheck. Seit dem 7. März gegen Athletic Bilbao hat Hansi Flick ihn nicht mehr von Anfang an aufs Feld geschickt. Stattdessen läuft Robert Lewandowski vorne rum, 90 Minuten, ohne Pause, ohne Müdigkeitsfaktor. Torres? Wartet. Schweigend. Konzentriert.

Warum flick auf lewandowski setzt – und warum das nicht ewig so bleibt

Der Deutsche mag klare Rollen. Lewandowski ist seine neunte, zehnte und elfte Stunde in einem. Torres war es einmal, in der Phase, in der der Pole auf der Bank saß. Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung – für Flick. Für Torres ist sie es nicht. Aber er kennt das Spiel. Er hat es selbst gespielt. Letzte Saison saß er acht Mal hintereinander draußen, kam zurück, wurde zur festen Größe. Die Mentalität ist sein Kapital. Kein Jammern, kein öffentlicher Frust. Training, Training, Training. Drei Tore im Pokal gegen Racing Santander, zwei gegen Elche. Die Zahlen sprechen für ihn, nicht gegen ihn.

16 Treffer, das ist sein aktueller Stand. Gleichauf mit Lewandowski. Nur Lamine Yamal und Raphinha haben mehr. Torres ist nicht der, der jetzt die Koffer packt. Er hat Vertrag bis 2027, ein Angebot für eine Verlängerung liegt in der Schublade, noch unterschriftsreif, aber da. Das Gespräch mit Flick war kurz, klar, ohne Umschweife. „Er arbeitet daran, zurückzukommen“, sagte der Trainer. Kein Schulterklopfen, kein Schönreden. Eine Tatsache. Torres nimmt sie hin.

Der countdown läuft: liga und champions league entscheiden über seine zukunft

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Die Saison wird heiß. Barcelona will die Meisterschaft, will den Pokal der Pokale. Torres will beides. Und er weiß: Flick wechselt, wenn es nötig ist. Gegen Rayo Vallecano blieb er 90 Minuten draußen, weil Flick das Gefühl hatte, den Block zusammenhalten zu müssen. Das kann morgen anders sein. Ein Foul, ein Husten, ein morgendlicher Muskelkater – und Torres steht wieder in der Startformation. So schnell kann Fußball sein. So schnell kann seine Geschichte sich wenden.

Er ist bereit. Und er ist noch lange nicht fertig.