Michael hartono stirbt: milliardär hinter comos champions-traum

Michael Hartono ist tot. Mit 86 Jahren verstarb der indonesische Milliardär, der den FC Como gemeinsam mit seinem Bruder Robert Budi vom Serie-B-Kellerkind zur Champions-League-Geheimwaffe umbaute. Die Nachricht schlug am Mittwochmorgen wie eine Bomba ein – noch schweigt der Klub offiziell, doch die indonesischen Medien berichten einhellig.

Der mann, der como wieder sichtbar machte

2019 kauften die Brüder Hartono den traditionsreichen Norditaliener für schlappe 30 Millionen Euro. Damals spielte Como noch in der zweiten Liga, das Stadion war verrottet, die Marke verstaubt. Hartono schmiss nicht nur Geld hin – er schickte Manager, Statistiker und Sponsoren. Er ließ die Infrastruktur modernisieren, die Jugendarbeit professionalisieren und holte mit Cesc Fàbregas einen Weltmeister als Spielertrainer. Die Serie-A-Rückkehr gelang 2023, aktuell steht Como auf Platz vier – nur zwei Punkte hinter der Königsklasse.

Die Zahlen sind atemberaubend: 43,8 Milliarden Dollar Familienvermögen, Platz 27 auf der Forbes-Liste, größte Zigarettenfabrik Südostasiens. Doch Hartonos wahre Leidenschaft war der Sport. Er spielte Bridge auf Weltklasse-Niveau, gewann 2018 eine Asien-Spiele-Bronze und lobbyierte vehement für die Anerkennung des Bridges als olympische Disziplin. Seine Stiftung förderte in Indonesien Schulen, Sportanlagen und Umweltprojekte – immer mit dem Ziel, Menschen zu verbinden.

Was jetzt mit como passiert

Was jetzt mit como passiert

Robert Budi Hartono übernimmt nun die Alleinführung. Analysten halten die Champions-League-Teilnahme für realistisch – das Team ist jung, hungrig, finanziell abgesichert bis 2028. Die Fans trauern nicht nur um einen Geldgeber, sondern um einen Visionär, der aus einer Provinz-Mannschaft wieder einen Stolz der Lombardei machte. Das nächste Heimspiel am Sonntag gegen Atalanta wird zur Gedenkminute – und wahrscheinlich zum emotionalen Höhepunkt der Saison. Como spielt jetzt für Michael.