Como trauert um milliardär michael hartono – nachfolge steht fest

Michael Bambang Hartono ist tot. Der 86-jährige indonesische Milliardär und Co-Eigentümer des FC Como 1907 starb am Dienstag in Mailand. Sein Ableben markiert das Ende einer Ära, doch der Klub bleibt in der Familie – und wird künftig von seinem Sohn Roberto und Neffe Victor gelenkt.

Der mann, der como mit 400 millionen aufrüstete

Hartono und sein jüngerer Bruder Robert Budi kauften 2019 den damals in der Serie D rangierenden Klub. Seitdem flossen geschätzt 400 Millionen Euro in Spieler, Infrastruktur und Marketing. Das Resultat: Aufstieg in die Serie A, ein modernes Trainingszentrum und ein Kader, der sich sehen lassen kann. Kein anderer italienischer Klub verfügt über eine solche finanzielle Macht dahinter.

Die Quelle des Reichtums: Die Brüder kontrollieren das Djarum Group-Imperium – vom Kautschuk-Geschäft über die Bank Central Asia bis zur Klavierfabrik. Ihr Vermögen: laut Forbes rund 50 Milliarden Dollar. Hartono selbst galt als stiller Strippenzieher, der sich lieber hinter den Kulissen bewegte. Zuletzt sah man ihn im Oktober 2024 im Stadion Giuseppe Sinigaglia, als sein Vertreter Mirwan Suwarso offiziell zum Präsidenten ernannt wurde.

Was jetzt passiert – und warum der champions-league-traum lebt

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Der Kurs bleibt unverändert. Roberto Hartono, der im Entertainment-Segment der Djarum Group verantwortlich ist, wird künftig die sportlichen Geschicke lenken. Victor Hartono, Sohn von Robert Budi und CEO des Mutterkonzerns, kontrolliert die finanziellen Leitungen. Beide waren in den vergangenen Jahren wiederholt in Como gesichtet worden – immer diskret, immer mit langfristigen Plänen.

Trainer Cesc Fàbregas betonte zuletzt stolz: „Ich sehe keine Mannschaft in Italien, die so spielt wie wir.“ Gemeint ist der offensive, ballbesitzorientierte Stil, der Como in dieser Saison auf Platz fünf der Tabelle katapultiert hat. Die Qualifikation zur Champions League ist zum Greifen nah – und würde die nächste Stufe der Milliarden-Offensive einläuten.

Die Trauerfeier findet im engsten Kreis statt. Der Klub wird in den kommenden Tagen mit einer schwarzen Armbinde auflaufen. Die Botschaft ist klar: Der Tod des Patriarchen stoppt die Mission nicht – sie beginnt erst richtig.