Catl schreibt 2025 rote zahlen der konkurrenz: 9,17 mrd gewinn, 39 % marktanteil
Im Autosommer 2025 wirkt die Branche wie ein Marathon nach dem 35. Kilometer: Die westlichen Hersteller suchen nach Pflaster, während der chinesische Batterieriese CATL noch einmal zügelt. 9,17 Milliarden Euro Reingewinn, 42 % Plus zur Vorjahresperiode – das sind keine Zahlen, das ist eine Kampfansage.
Die Konkurrenz verharrt im Halbdunkel ihrer Halbjahresberichte, CATL dagegen liefert das vollständige Lichtband. 772 GWh produzierte Zellen entsprechen der gesamten europäischen Marktnachfrage 2024. Noch beunruhigender für die etablierte Industrie: 321 GWh zusätzliche Fabrikkapazität sind bereits im Bau, genug, um künftig jedes dritte in Europa zugelassene Elektroauto mit chinesischem Stromspeicher auszustatten.
Catl erfindet sich neu – nicht nur fürs auto
Die meisten Analysten blicken auf Pkw-Batterien. CATL aber verdient inzwischen jeden fünften Euro außerhalb des Straßenverkehrs. Fliegende Taxis, sogenannte eVTOLs, tanken bei CATL genauso wie Kreuzfahrtschiffe oder 120-Meter-Containerriesen. Der Gewinn springt, weil Margen in der Luftfahrt und auf See deutlich höher sind als im Massengeschäft mit VW oder Stellantis.
Ein Beispiel: Die neue Natrium-Generation tauscht teures Lithium gegen Kochsalz aus. Kälteresistent, 30 % preiswerter und ohne Kobalt – das interessiert skandinavische Busflotten genauso wie indische Motorradhersteller. CATL liefert bereits, während europäische Zellfabriken noch im Genehmigungsdschungel stecken.
Marktanteil von 39 % – und kein ende in sicht
Sne Research zählt erneut 39,2 % Weltmarktanteil für CATL, Tendenz steigend. Rechnet man nur Fahrzeuge mit über 700 km Reichweite, steigt die CATL-Quote auf 50 %. Fast jedes zweite Langstreckenmodell trägt den Firmencode auf seinem Energiepaket. Der Grund liegt im Detail: CATLs Zellen halten nach aktuellen Zulassungstests 1 000 Ladezyklen ohne nennenswerte Kapazitätsverlust – ein Wert, den europäische Mitbewerber erst für 2027 versprechen.
Die Konsequenz für Sport und Mobilität: Wenn Profiklubs wie Bayern München oder Formel-1-Teams ihre Flotten elektrifizieren, kaufen sie indirekt bei CATL. Die Sportwelt wird so zur Geiselnahme der asiatischen Batteriearchitektur.
Die Forschungssubvention springt ebenfalls: 11,43 Milliarden Euro steckt CATL 2025 in neue Chemien, mehr als BMW, Mercedes und Volkswagen zusammen für ihre gesamte E-Mobilitätsforschung aufwenden. Das Ergebnis sind Patente zu Festkörperzellen, die 50 % mehr Energiedichte versprechen und bereits 2026 serienreif sind. Während deutsche Manager noch über Ladeverbände diskutieren, laufen in Fujian Prototypen von Batterien vom Band, die acht Minuten laden und 1 500 Kilometer durchhalten.
Die Botschaft lautet: Die Nachholjagd der westlichen Industrie wird zum Hürdenlauf gegen eine eigene Zeit, die CATL längst wieder unterbietet. Sportjournalisten lieben klare Sieger – in der Batterie-Liga steht 2025 bereits der Meister fest.
