Gasperini reist mit 21 mann nach genua – ohne dybala und soulé
Die Roma muss am Sonntag beim FC Genua antreten – und Gian Piero Gasperini kann nicht aus dem Vollen schöpfen. 21 Profis hat er dabei, vier Leistungsträger bleiben in der Hauptstadt. Das sind keine Rotationen, das sind Ausfälle mit Namen.
Dybala, soulé, hermoso – das who-is-who der fehlenden
Paulo Dybala fühlt sich nach seiner Sprunggelenksschonung noch nicht bereit für 90 Minuten auf dem engen Rasen von Marassi. Matías Soulé zieht die Oberschenkelblessur nach, Mario Hermoso laboriert an der Hüfte. Dazu kommt der gesperrte Wesley, der nach seiner Gelb-Rot-Karte gegen Parma automatisch pausiert. Drei Nationalspieler und ein Neuzugang – das sind 35 Prozent der erstmals nominierten Startelf vom Derby gegen Lazio.
Gasperini bestätigte auf der Pressekonferenz, dass Artem Dovbyk und Lewis Ferguson zwar wieder Laufschleichen absolvieren, aber „noch keine Belastung in Spielsituationen“ verkraften. Ein Einsatz im Ligaspiel ist damit erst einmal vom Tisch. Die medizinische Abteilung will die beiden Mittelfeld-Leistungsträger für das Europa-League-Viertelfinale fit bekommen – das ist in fünf Wochen.

Die lösungen liegen auf dem trainingsgelände
Ohne Dybalas Dribblings und Souls Tempo in der Halbchance muss der Coach umstellen. Im Aufgebot finden sich deshalb drei Jungprofis, die bisher nur Kurzeinsätze hatten: De Marzi, Ghilardi und Venturino. Ihre Nominierung ist kein PR-Gag, sondern Notwendigkeit. In der Startelf wird vermutlich El Shaarawy auf der linken Außenbahn beginnen, rechts könnte Malen die Überraschung werden. Die Doppelsechs bildet Cristante neben Pellegrini – das Duo muss die Lücke nach vorne schließen, die sonst Soulé mit seinen vertikalen Läufen reißt.
Der Blick auf die Gegenseite: Genua hat unter Alberto Gilardino die drittbeste Heimbilanz der Rückrunde. Nur Inter und Atalanta holten in Marassi öfter Punkte. Die Roma hingegen gewann nur eines der letzten fünf Auswärtsspiele. Die Statistik liefert das Motiv, die Personalsituation liefert den Stoff für Dramatik.
Kick-off Sonntag, 18 Uhr deutscher Zeit. Wer am Ende jubelt, entscheidet sich vermutlich in der Schlussphase. Denn wenn der Kunstrasen in Genua abkühlt, werden genau die Akteure fehlen, die sonst für die entscheidenden Impulse stehen. Gasperini muss improvisieren – und hat dafür 21 statt 25 Spieler zur Verfügung. Die Meisterschaft ist ein Marathon, aber dieser 28. Spieltag fühlt sich für die Roma bereits wie ein Sprint an.
