Füchse berlin: fehlstart in veszprem – final-hoffnungen am leben!
Berlin bangt, aber nicht aufgibt: Die Füchse Berlin haben ein hochverdientes Hinspiel in Veszprem knapp verloren, doch der Traum vom Finalturnier in Köln ist noch nicht geplatzt. Ein bitteres Ende für den deutschen Meister, der lange die Kontrolle über das Champions-League-Viertelfinale hatte, bevor die Ungarn das Spiel noch wenden konnten.
Die erste halbzeit: berliner dominanz
Die ersten 40 Minuten gehörten den Füchsen. Mit einer beeindruckenden Leistung im Angriff und einer stabilen Abwehr führten sie zeitweise mit fünf Toren. Doch diese Führung, so sollte sich zeigen, war trügerisch. Nicolej Krickau muss sich eingestehen, dass seine Mannschaft im entscheidenden Moment die Nerven verloren hat und die Kontrolle verlor. Max Darj, Kapitän der Berliner, sprach von einem Mangel an Cleverness in der Endphase: „Wir müssen da einfach cleverer sein.“

Veszprems taktischer schachzug und dodic's schlüsselmoment
Veszprem, unter Druck geraten, griff personell und taktisch um. Stefan Dodic, dessen Einsatz zunächst fraglich war, bewies seine Klasse und traf mit einem wichtigen Tor zur 30:29-Führung. Seine Worte nach dem Spiel verdeutlichen das Selbstvertrauen, das ihm der Trainer entgegenbrachte: „Wenn der Trainer mir in einem solchen Spiel sein Vertrauen schenkt, bedeutet mir das sehr viel.“ Die taktische Variante mit vier Rückraumspielern von Veszprem zahlte sich aus und brachte die Berliner Abwehr aus dem Konzept. Die unglaubliche Atmosphäre im Stadion gab den Gastgebern zusätzlich Kraft.

Das rückspiel: entscheidung in berlin
Die Füchse Berlin müssen nun im Rückspiel am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle alles auf eine Karte setzen. Ein Sieg mit zwei Toren ist Pflicht, um das Finalturnier zu erreichen. Trainer Krickau weiß, dass es ein enges Spiel wird, wie alle bisherigen Duelle mit Veszprem. Aber es ist eben auch ein Heimspiel, und die Berliner Fans können den entscheidenden Unterschied machen. Die Abwehr muss sich deutlich stabilisieren, insbesondere im direkten Vergleich mit dem starken Überzahlspiel der Ungarn.
Die Füchse haben zwar eine knappe Niederlage erlitten, aber die Möglichkeit, das Ruder herumzureißen, ist noch gegeben. Die Lehren aus Veszprem müssen nun in die Tat umgesetzt werden, um in Berlin den Weg ins Finale zu ebnen. Die Chancen stehen gut, wenn die Berliner ihre Stärken abrufen und die Schwächen der Ungarn konsequent ausnutzen. Es wird ein spannendes Finale der Champions-League-Viertelfinals, das die Handball-Welt in Atem halten wird.
