Hansa rostock: aufstiegträume zerplatzen – brinkmann hadert mit vergebenen chancen
Die Hoffnung auf den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga schwindet für Hansa Rostock. Ein müdes 1:1 gegen Alemannia Aachen am Tivoli, gepaart mit verpassten Chancen, lässt die Kogge nun um den möglichen Einzug in die Relegation bangen. Trainer Daniel Brinkmann zeigte sich nach dem Spiel sichtlich frustriert und übte auch Selbstkritik.

Schwierige bedingungen und vergebene gelegenheiten
Das Spiel in Aachen gestaltete sich alles andere als einfach. Neben den widrigen Platzverhältnissen, die durch einen heftigen Unwetterregen noch verschlimmert wurden, fehlte es den Rostockern an der nötigen Konsequenz. "Das waren schwierige Bedingungen, aber wir haben dann den Platz so angenommen, wie er zu bespielen war", räumte Brinkmann bei MagentaSport ein. Die Mannschaft versuchte, sich anzupassen, doch das Spiel auf den zweiten Ball führte unweigerlich zu Fehlern.
Ein vermeidbarer Elfmeter in der 57. Minute brachte die Alemannia ins Spiel. Jonas Dirkner zog beim Zweikampf mit Petros Bagkalianis im eigenen Strafraum die kurze Hose – der fällige Elfmeter wurde von Lars Gindorf sicher verwandelt. "Es war ein vermeidbarer Elfmeter. Wenn wir uns klug anstellen und ich meinen Körper reinstelle, dann geht der Ball einfach ins Aus", kritisierte Brinkmann die Situation.
Auch in der Schlussphase vergeben Hansa weitere Möglichkeiten. Ein Ausrutschen von Joel da Silva Kiala, ausgelöst durch den rutschigen Untergrund, bot der Kogge die Chance auf den Siegtreffer – doch es sollte nicht sein. Brinkmann: "Das ist eine Zwei-gegen-eins-Situation, da musst du den Gegner einfach töten. Das kann man nicht schönreden." Diese mangelnde Entschlossenheit im Abschluss wirft einen langen Schatten auf die Ambitionen Rostocks.
Brinkmann zeigte sich zudem selbstkritisch bezüglich taktischer Entscheidungen in der Hinrunde: "Wenn ich an die ersten zehn Saisonspiele denke, da hätte ich vielleicht früher schon das System umstellen können." Diese Erkenntnis kommt allerdings zu spät, um die Situation noch grundlegend zu ändern.
Mit nur noch zwei ausstehenden Spielen gegen den VfB Stuttgart II und den SV 07 Elversberg ist der Aufstiegstraum in weite Ferne gerückt. Die Kogge muss sich nun darauf konzentrieren, die Saison „sauber zu Ende zu spielen“ und hoffen, dass die Konkurrenz ebenfalls strauchelt. Die Frage ist: Kann sich Hansa Rostock noch einmal aufraffen und doch noch die Relegation erreichen?
