Sensationell! thun krönt sich zum schweizer meister – kaiserslautern-vorbild zahlt sich aus
Ein Märchen geht in die Geschichte ein: Der FC Thun, gerade erst wieder in der höchsten Spielklasse angekommen, hat sensationell die Schweizer Meisterschaft gewonnen! Nach fünf Jahren Abstinenz vom Oberhaus krönt sich der Verein aus dem Kanton Bern zum Meister – ein Triumph, der viele überrascht hat und die Liga aufgemischt hat.
Ein vorbild aus deutschland: die blaupause von kaiserslautern
Der Schlüssel zum Erfolg? Trainer Mauro Lustrinelli und sein Team haben sich am Beispiel des 1. FC Kaiserslautern orientiert. Dieser hatte 1998 als frischgebackener Bundesliga-Aufsteiger die deutsche Meisterschaft gewonnen – ein Beweis dafür, dass mit Leidenschaft, taktischer Klugheit und einem starken Zusammenhalt auch vermeintlich kleinere Vereine Großes erreichen können. Thun folgte diesem Pfad, und die Ergebnisse sprechen für sich.
Dass der FC Sion Schützenhilfe leistete und St. Gallen mit 3:0 (1:0) besiegte, war der entscheidende Faktor. Die Konkurrenz hatte Pech, Thun aber nutzte seine Chance. Präsident Andres Gerber betonte nach dem Spiel, dass die Verantwortlichen es für „unverschämt“ gehalten hätten, sich schon vor der Saison andere Ziele als die Top Sechs zu setzen. Eine bescheidene Zielsetzung, die sich nun in der Meisterkrone niederschlägt.

Von sexskandalen und konkursgefahr zum meistertitel
Die Geschichte des FC Thun ist alles andere als geradlinig. Der Verein hat in der Vergangenheit mit einigen Problemen zu kämpfen gehabt. 2007 sorgte ein Sexskandal für Schlagzeilen, 2016 drohte sogar der Konkurs. Doch die Fans gaben nicht auf. Der von den Anhängern geführte Verein „Härzbluet“ sammelt seitdem jährlich Spenden, mittlerweile sind es schon 1,6 Millionen Euro – ein beeindruckendes Zeichen des Zusammenhalts und der Unterstützung für den Verein. Diese unglaubliche Fanbasis hat zweifellos zum heutigen Erfolg beigetragen.
Die Meisterprämie? Die wurde offenbar nicht ausgehandelt. Stattdessen scheint die Freude am historischen Erfolg für die Spieler und den Trainerstab ausreichend zu sein. Die Szene wird sich erinnern, wie Thun aus den Schatten trat und die Schweizer Fussballlandschaft aufmischte. Das ist mehr als nur ein Titelgewinn – es ist eine Geschichte von Widerstandskraft, Zusammenhalt und dem unbändigen Willen zum Erfolg.
